Kamera-Ausfall beim ESC: Darf Tschechien nochmal performen?
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Kamera-Ausfall beim ESC: Darf Tschechien nochmal performen?

- Julia Geißenhöner
Lesezeit: 2 min

Beim großen Eurovision Song Contest-Finale 2026 in Wien sorgt ein technischer Patzer für Gesprächsstoff: Während der Performance von Daniel Žižka für Tschechien spielt plötzlich die Kamera verrückt. Mitten in der aufwendig inszenierten Bühnenshow flimmern Pixel über den Bildschirm, das Bild setzt kurz aus und friert schließlich für mehrere Sekunden komplett ein. Millionen Fans vor den TV-Geräten und in den Livestreams bekommen den Glitch deutlich zu sehen. Kurz nach dem Auftritt meldet sich dann eine Stimme aus dem Off zu Wort und erklärt, dass ausgerechnet die Kamera, die Daniel auf der Bühne gefilmt hat, Probleme gemacht habe. In den sozialen Netzwerken schießt sofort die Spekulation ins Kraut: Bekommt Tschechien wegen des Fehlers nun eine zweite Chance und darf noch einmal performen?

In den Kommentaren auf X diskutieren ESC-Fans angeregt, was die Regeln der Europäischen Rundfunkunion in so einem Fall überhaupt vorsehen. Ein User verweist auf die offiziellen Bestimmungen und schreibt: "Technische Störung in Tschechien! Das Bild war für ein paar Sekunden weg. Laut den Regeln der EBU kann Tschechien entscheiden, ob Daniel Žižka noch einmal singen soll." Ganz so einfach ist es aber nicht. Nach den EBU-Regeln liegt die Kontrolle der Liveshow beim Executive Supervisor und der Produktionsleitung. Sie können bei Störungen eingreifen, doch ein kompletter Neustart eines Acts gilt als Ausnahmefall. Nur wenn der Fehler die Performance deutlich beeinträchtigt oder eine faire Bewertung massiv infrage stellt, kommt eine Wiederholung in Betracht. Kleine Hakler wie ein kurzer Bildausfall gelten in der Regel nicht als Grund. Zwar gab es bei Juryshows in früheren ESC-Jahren schon Wiederholungen wegen Technikpannen – doch das sind seltene Sonderfälle und keine Standardlösung für jeden Live-Glitch, berichtet tvSpielfilm.

Während die Tschechien-Panne für hitzige Regel-Diskussionen sorgt, richtet sich der Blick vieler Zuschauer auch auf Deutschlands Teilnehmerin Sarah Engels (33), die mit ihrem Song "Fire" im Finale antritt. Die Sängerin legt eine energiegeladene Show mit Feuereffekten hin und zeigt sich nach ihrem letzten Ton sichtlich erleichtert und strahlend, doch online fallen die Reaktionen gemischt aus. Einige loben Sarah für ihre Bühnenpräsenz, andere können mit dem Song oder der Inszenierung weniger anfangen – auf X prallen lobende und kritische Kommentare direkt aufeinander. Für Sarah, die seit Jahren als Sängerin im Rampenlicht steht und längst eine treue Community aufgebaut hat, ist der ESC dennoch ein besonders emotionaler Moment.

Daniel Zizka winkt mit der tschechischen Flagge beim Eurovision-Finale in der Wiener Stadthalle
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Daniel Zizka winkt mit der tschechischen Flagge beim Eurovision-Finale in der Wiener Stadthalle
Daniel Zizka tritt für Tschechien beim ESC in der Wiener Stadthalle auf
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Daniel Zizka tritt für Tschechien beim ESC in der Wiener Stadthalle auf
Daniel Zizka beim ESC in der Wiener Stadthalle
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Daniel Zizka beim ESC in der Wiener Stadthalle
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