

Peinlicher Patzer in Hitchcocks Thriller-Klassiker
Alfred Hitchcocks (†80) Spionageklassiker "Der unsichtbare Dritte" aus dem Jahr 1959 zählt bis heute zu den großen Meisterwerken des Thrillergenres – und birgt gleichzeitig einen der bekanntesten Filmfehler der Kinogeschichte. In einer der packendsten Szenen des Films, die im Café des Besucherzentrums am Mount Rushmore spielt, gerät Hauptfigur Roger Thornhill, gespielt von Cary Grant, in eine dramatische Konfrontation. Ein Schuss fällt – und genau in diesem Moment fällt den aufmerksamen Zuschauern ein kleines Detail im Bildhintergrund auf, das seither Filmfans immer wieder fasziniert.
Wer genau hinschaut, sieht unter den Café-Gästen im Hintergrund ein Kind, das sich die Ohren zuhält – und das bereits rund fünf Sekunden, bevor der Schuss tatsächlich abgefeuert wird. Der Junge reagiert also auf einen Knall, den es zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht gegeben hat. Gerade weil die Szene einen zentralen Wendepunkt der Handlung darstellt und der gesamte Film für seine präzise Spannungsdramaturgie bekannt ist, fällt dieser Ausrutscher besonders ins Gewicht. In der finalen Schnittversion des Films wurde der Fehler nie korrigiert, wie Kino.de berichtet.
Hitchcock, der als einer der einflussreichsten Regisseure überhaupt gilt, war für seine akribische Detailgenauigkeit berühmt. Er wurde am 13. August 1899 in London geboren und drehte im Laufe seiner Karriere Klassiker wie "Psycho", "Die Vögel" und "Vertigo". "Der unsichtbare Dritte" entstand zu einer Zeit, als Hitchcock auf dem absoluten Höhepunkt seines Schaffens stand. Der Regisseur starb am 29. April 1980 in Los Angeles – und hinterließ ein Werk, das bis heute von Filmliebhabern auf der ganzen Welt studiert und zitiert wird, manchmal sogar wegen seiner kleinen Fehler.








