

Dankbar: Ann Wilsons Kinder stoppten ihren Alkoholabsturz
Ann Wilson (76) spricht offen darüber, wie sehr ihre Kinder sie vor einem gefährlichen Alkoholabsturz bewahrt haben. In dem Podcast "The Magnificent Others" mit Billy Corgan erzählt die Heart-Frontfrau, dass sie zunächst durch eine drastische Warnung ihres Arztes aufgeschreckt worden sei, als dieser ihr eröffnete, ihre Leberwerte seien alarmierend schlecht. Der wahre Wendepunkt kam jedoch im Zusammensein mit ihren Liebsten: "Als meine Tochter geboren wurde, wurde mir schlagartig klar, dass ich keine Beziehung zu ihr aufbauen könnte, wenn ich auch nur ein bisschen unter dem Einfluss von irgendetwas stünde. Also, nicht einmal Alkohol, gar nichts."
Doch kurz darauf kehrte sie wieder zu gelegentlichem Trinken zurück. "Ich dachte, ich nehme nur ein bisschen", fasst sie die Phase zusammen. Erst als Sohn Dustin sie auf ihr Verhalten ansprach und sie sich dadurch zutiefst beschämt fühlte, zog sie einen kompromisslosen Schlussstrich. Schon in ihrer Autobiografie "Kicking & Dreaming", die sie gemeinsam mit Schwester Nancy Wilson schrieb, hatte sie beschrieben, wie sie einst ihren persönlichen Tiefpunkt erreicht und den Alkohol von einem Tag auf den anderen aufgegeben habe. Plötzlich habe sie wieder Ideen gehabt und sei kreativer geworden, als sie mit Heart an dem Album "Fanatic" arbeitete. Nun steht mit "Consecrated Ground" bereits das nächste Studioalbum in den Startlöchern, das am 14. August erscheinen soll.
Im Gespräch mit dem Magazin People hatte Ann 2023 noch erzählt, sie sei auf Tour nicht komplett abstinent, gönne sich nach Shows aber höchstens noch ein Glas Weißwein und habe das für sich gut im Griff. Diese Disziplin helfe ihr, körperlich leistungsfähig zu bleiben und sich mit ausgiebigen Warm-ups auf die Bühne vorzubereiten. Rückblickend sei ihr bewusst geworden, wie stark Alkohol ihre Wahrnehmung und damit auch ihre Beziehungen beeinflusst hatte: Sie betonte gegenüber Ultimate Classic Rock, dass Menschen trinken, um sich vor Schmerz zu schützen, dabei aber auch das Gute ausblenden. Für Ann, die 2024 ihre Krebsdiagnose öffentlich machte, steht heute an erster Stelle, für ihre Kinder und ihre Liebsten klar ansprechbar zu sein.








