

"Star Trek"-Star Antoinette Bower mit 93 Jahren gestorben
Sci-Fi-Fans auf der ganzen Welt trauern um Antoinette Bower (†93). Die deutsch-britische Schauspielerin ist am 30. April im Alter von 93 Jahren in einem Seniorenheim im Stadtteil Eagle Rock in Los Angeles gestorben. Ihre langjährige Freundin Carlotta Glackin bestätigte den Tod gegenüber The Hollywood Reporter. Öffentlich bekannt wurde die Nachricht jedoch erst am 11. Juli 2026. Eine Todesursache wurde nicht genannt. Antoinette war vor allem als außerirdische Verführerin Sylvia in der Star Trek-Episode "Catspaw" aus dem Jahr 1967 bekannt. Ihre Figur trat zunächst als schöne Frau auf, bevor sie ihre wahre Gestalt als katzenartiges Alien enthüllte.
Auch abseits von "Star Trek" hinterließ Antoinette einen bleibenden Eindruck. In dem Horrorfilm "Prom Night" aus dem Jahr 1980 spielte sie die Ehefrau von Leslie Nielsen und die Mutter von Jamie Lee Curtis (67). Darüber hinaus zählte ein Gastauftritt in der "Twilight Zone"-Episode "Probe 7, Over and Out" von 1963 zu ihren gefeierten Rollen: Sie spielte darin eine Frau, die auf einem verlassenen Planeten strandet – eine Anspielung auf Adam und Eva. Über eine Karriere von fast vier Jahrzehnten sammelte sie mehr als 100 Auftritte in TV-Produktionen. Neben "Columbo" und Mission: Impossible war sie auch in Serien wie "Bonanza", "Kojak" und "Mord ist ihr Hobby" zu sehen. Ihren letzten regelmäßigen Auftritt hatte sie in der kanadischen Dramaserie "Neon Rider", in der sie von 1989 bis 1992 die Figur Fox Devlin verkörperte. Nach der dritten Staffel zog sie sich aus dem Showbusiness zurück. Auch William Shatner (95), ihr einstiger Co-Star, meldete sich nach Bekanntwerden ihres Todes zu Wort und schickte laut Carlotta per E-Mail sein Beileid. Fans verabschiedeten sich ebenfalls online mit rührenden Worten, etwa: "Ruhe in Frieden, Antoinette Bower. Warst großartig in Columbo."
Antoinette wurde am 30. September 1932 im deutschen Baden-Baden als Tochter einer deutschen Mutter und eines englischen Vaters geboren. Bevor sie zur Schauspielerei kam, arbeitete sie Ende der 1940er-Jahre als Sprachsupervisorin und Wohlfahrtsberaterin bei der Internationalen Flüchtlingsorganisation der Vereinten Nationen. Nach ihrer Übersiedlung nach Kanada im Jahr 1953 begann sie beim öffentlich-rechtlichen Sender CBC als Autorin und Interviewerin, bevor sie erste Schritte vor der Kamera machte. In ihrer Ehe mit dem amerikanischen Popart-Künstler James Gill, die sie 1963 einging und später wieder schied, zog es sie schließlich nach Los Angeles. Dort entdeckte sie laut ihrer Freundin Carlotta noch eine ganz andere Leidenschaft: Tischlerei. An der Santa Monica College belegte Antoinette Kurse in Zimmermannsarbeit und fertigte in ihrem Zuhause eigene Schränke und Bücherregale an. Für September ist eine Gedenkfeier in Pasadena geplant.









