Taron Egerton hungerte sich für "Apex"-Rolle stark herunter
Für seine Rolle in dem Netflix-Thriller "Apex", der im April veröffentlicht wurde, verwandelte Taron Egerton (36) seinen Körper in eine extrem definierte Version seiner selbst – doch der Preis dafür war hoch. Im Podcast "Armchair Expert" sprach der Schauspieler jetzt mit Dax Shepard (51) darüber, was er auf sich genommen hatte, um als Serienkiller Ben so auszusehen. "Aber die Wahrheit ist, dass ich mich ausgehungert habe. Ich habe mich völlig kaputtgemacht, um dahin zu kommen", gestand er in der neuen Folge. Hunger und exzessives Training gehörten monatelang zu seinem Alltag. Bis heute lässt ihn der Anblick der damaligen Bilder nicht los – im Gegenteil: Sie setzen ihn unter Druck. "Jeden Tag mache ich mich selbst dafür fertig, dass ich nicht so aussehe", erklärte der Brite offen im Gespräch mit dem Podcast-Host.
Genießen konnte Taron seinen durchtrainierten Körper damals ohnehin nicht. An den Drehtagen, an denen er ohne Shirt vor der Kamera stand, sei er häufig "voller Selbsthass" gewesen – bei "Apex" ebenso wie schon Jahre zuvor bei den Aufnahmen zu "Kingsman: The Secret Service". Der Blick auf sich selbst sei damals völlig aus dem Gleichgewicht geraten. "Ich konnte es zu der Zeit nicht genießen, weil ich jegliches, ohnehin verzerrtes Gefühl für die richtige Perspektive völlig verloren hatte", schilderte er im "Armchair Expert"-Podcast. Geholfen habe ihm ein Rat aus dem Freundeskreis: Er solle die idealisierte Filmversion seiner selbst lieber "zerstören", anstatt ihr ständig hinterherzujagen. Dieser Gedanke sei für ihn im Umgang mit seinem schwankenden Selbstbild eine große Stütze gewesen. Gleichzeitig versuchte der Schauspieler, das Ganze einzuordnen: "Außerdem ist es nicht so tiefgründig. Man erholt sich, man macht weiter. Es ist in Ordnung. Es ist einfach, wie es ist, wisst ihr?"
In "Apex" steht Taron gemeinsam mit Charlize Theron (51) vor der Kamera. Ihre Figur Sasha zieht sich nach dem Tod ihres Partners in die abgelegene australische Wildnis zurück – dort wird sie von Ben gejagt und muss um ihr Leben kämpfen. Genau die Extreme dieser Figur reizten den Schauspieler an dem Projekt: Ben sei der verstörendste Charakter, den er bislang verkörpert habe. Trotz aller Grausamkeit würden in der Geschichte auch die menschlichen Züge des Täters und dessen tiefe innere Zerrissenheit sichtbar. Für Taron bedeutete der Part zudem einen deutlichen Imagewechsel. Zuvor war er bereits in dem Netflix-Thriller "Carry-On" zu sehen gewesen – dort allerdings als bodenständiger Sicherheitsmitarbeiter an einem Flughafen und damit in einer Rolle, die kaum unterschiedlicher hätte sein können.









