Ralf Schumacher wehrt sich gegen Kritik an der TV-Hochzeit
Ralf Schumacher (51) und Étienne Bousquet-Cassagnes (37) Hochzeit wurde aufgezeichnet und im TV ausgestrahlt. Dafür hat das Paar aber nicht nur Zuspruch bekommen. Im Podcast "Frühstück bei Barbara" plauderte der ehemalige Formel-1-Fahrer mit Moderatorin Barbara Schöneberger (52) über die Reaktionen auf die Trauung. "Wir haben das ja für uns gemacht und nicht, um irgendwas zu sein oder irgendwie ein Vorbild oder was auch immer", betonte Ralf. Dass der Schritt trotzdem eine Wirkung erzielte, habe er erst nach und nach mitbekommen: Andere Menschen hätten durch die Hochzeit Mut gefasst. Den Kritikern, die sich an der Öffentlichkeit ihrer Trauung störten, hält der Unternehmer entgegen, dass eine Ehe zwischen zwei Männern genauso selbstverständlich gezeigt werden dürfe wie jede andere Promihochzeit auch.
Ralf erlebte während der Dreharbeiten zur Sky-Doku "Ralf & Étienne: Wir sagen Ja", wie viel sein offener Umgang mit seinem Liebesleben bei anderen auslösen kann. Gedreht wurde unter anderem in jenem Hotel, in dem er und Étienne ihre erste gemeinsame Nacht verbracht hatten. Als die Aufnahmen beendet waren, sei ein Kellner im Alter von etwa 20 bis 30 Jahren auf ihn zugekommen. "Herr Schumacher, vielen, vielen Dank, dass Sie das gemacht haben", habe der junge Mann laut Ralf zu ihm gesagt. Dank Ralf habe er den Mut gefasst, sich zu seiner Sexualität zu bekennen: "Habe mich dann getraut, zu meiner Familie zu gehen und lebe das jetzt offen." Durch die Begegnung überdachte der Bruder von Michael Schumacher (57) die Bedeutung und die Wirkung seiner Hochzeit.
Gegenüber Promiflash verrieten Ralf und Étienne den Grund, warum sie sich für eine TV-Hochzeit entschieden hatten. Beim Sky Spotlight Event in München wurde bekannt, dass die beiden eine eigene Doku bekommen sollten. Für Ralf war das mehr als nur eine Kamerabegleitung. "Es ist auch eine Gelegenheit, vielen Vorurteilen ein bisschen was wegzunehmen und auch zu zeigen, wie wir leben, wie normal wir leben", erklärte er. Auch Étienne fand die Anfrage passend: "Diese Serie, das war ein Angebot von Sky. Wir haben schon darüber nachgedacht. Wir haben gesagt, dass es okay ist und wir haben gesagt: 'Ja, warum nicht?'" Gleichzeitig machten die Männer klar, dass sie nichts verstecken wollten. "Das ist auch eine Möglichkeit für die Leute, die können sehen, wie wir leben. Wie leben wir in Saint-Tropez, in Deutschland, in Österreich, in Slowenien. Warum nicht?", äußerte sich Étienne.
























