Richter lässt die Klage von Kim Kardashian gegen Ray J zu

Richter lässt die Klage von Kim Kardashian gegen Ray J zu

- Janine Karrasch
Lesezeit: 2 min
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Ray J (45) muss im juristischen Streit mit Kim Kardashian (45) und Kris Jenner (70) einen Dämpfer hinnehmen. Ein Richter am Los Angeles County Superior Court wies den Antrag des Sängers zurück, die Klage der beiden Frauen abzuweisen. Kim und ihre Mutter werfen ihm Verleumdung und die Darstellung in einem falschen Licht vor – sie sehen ihren Ruf durch unwahre Behauptungen beschädigt. Der Musiker hatte unter anderem öffentlich von angeblichen Ermittlungen wegen organisierter Kriminalität gegen das Mutter-Tochter-Duo gesprochen. Zudem hatte er erklärt, die Angelegenheit werde noch schlimmer als der Fall rund um Diddy (56). Mit der Entscheidung des Gerichts kann das Verfahren gegen ihn nun vorerst weitergehen. Der Prozess ist derzeit für Mai 2028 terminiert.

Vor Gericht hatte Ray J bestritten, jemanden verleumdet zu haben. Seine Aussagen seien als überspitzte Meinungsäußerungen zu verstehen. Einige Bemerkungen seien zudem gefallen, weil er irrtümlich davon ausgegangen sei, dass sein Livestream bereits beendet gewesen sei. Dieser Argumentation folgte der Richter jedoch nicht. Ein vernünftiger Mensch könne die Äußerungen durchaus als Tatsachenbehauptungen auffassen. Auch könne man zu dem Schluss kommen, dass dem Sänger bewusst gewesen sei, dass der Livestream noch lief. Diese offenen Punkte rechtfertigten es, den Fall fortzusetzen. Sein Anwalt Howard King kündigte gegenüber TMZ bereits Konsequenzen an: "Wir werden umgehend Berufung gegen die Entscheidung einlegen, die Ray Js durch den ersten Verfassungszusatz geschütztes Recht verkannt hat, seine Meinung über Kim Kardashians verachtenswertes Verhalten zu veröffentlichen. Die Berufung setzt das Verfahren aus, daher ist es unwahrscheinlich, dass es 2028 oder überhaupt jemals zu einem Prozess kommen wird."

Im Hintergrund des Rechtsstreits steht das berüchtigte Sextape von Ray J und Kim, die vor Jahren ein Paar waren. Der Sänger hat seinerseits eine Gegenklage gegen die Unternehmerin und ihre Mutter eingereicht. Darin wirft er den beiden vor, eine vertrauliche Vereinbarung aus dem Jahr 2023 gebrochen zu haben. Seiner Darstellung nach sollen ihm sechs Millionen Dollar (ca. 5,1 Millionen Euro) zugesagt worden sein – im Gegenzug hätte keine der beteiligten Parteien künftig über das Video sprechen dürfen. Da Kim und Kris das Thema in ihrer Realityshow bei Hulu dennoch angesprochen hätten, sieht er die Abmachung als verletzt an. Diese Gegenklage ist noch nicht entschieden. Die aktuelle Entscheidung des Richters bezieht sich ausschließlich auf die Verleumdungsklage von Kim und Kris gegen den Musiker.

Bei der Formel 1 in Monaco: Kim Kardashian beim Großen Preis von Monaco
Getty Images
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Ray J bei den BET Soul Train Awards 2023 in Hollywood
Getty Images
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Ray J und Kim Kardashian, Juli 2005
IMAGO / WENN
Ray J und Kim Kardashian, Juli 2005
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