

Hier verstreute "Dallas"-Star Linda Gray Asche ihres Sohnes
Linda Gray (85) hat einen sehr persönlichen Weg gefunden, um ihren 2020 verstorbenen Sohn Jeff Thrasher zu würdigen. In ihrem neuen Zuhause in Palm Desert erzählte die Schauspielerin im Gespräch mit Bunte, dass sie die Asche ihres Sohnes mit auf den Jakobsweg nahm und dort verstreute. Die berühmte Pilgerroute wurde für sie damit zu einer Reise, die sie nicht allein antrat: Über Hunderte Kilometer hatte sie das Gefühl, ihr Kind weiterhin bei sich zu haben. "Auf eine gewisse Weise waren wir auf diesem Weg zusammen", schildert Linda dem Magazin. Für die Darstellerin wurde die Wanderung so zu einem Abschied und gleichzeitig zu einem Zeichen dafür, dass die Verbindung zu Jeff über den Tod hinaus bestehen bleibt. Statt eines klassischen Grabbesuchs entschied sie sich für einen Ort, der Bewegung, Stille und Erinnerung miteinander verbindet.
Der Verlust ihres Sohnes gehört für Linda zu den schwersten Erfahrungen ihres Lebens. "Ein Kind zu verlieren, wie ich es erlebt habe, ist eine unfassbare Tragödie", erklärte sie im selben Interview. Trotz dieses Schicksalsschlags versucht die Schauspielerin, ihr Wohlbefinden aus eigener Kraft zu schöpfen und die Verantwortung dafür nicht abzugeben. "Für mich beginnt Glück bei mir selbst. Ich kann nicht von jemand anderem erwarten, dass er dafür sorgt, dass ich glücklich bin. Das liegt an mir", betonte sie. Verschlossen ist die Darstellerin dabei nicht: Auch eine neue Partnerschaft schließt sie nach eigener Aussage nicht aus und zeigt sich offen dafür, noch einmal jemandem zu begegnen. Ihr Umzug nach Palm Desert markiert für Linda ohnehin einen neuen Lebensabschnitt, in dem sie Trauer und Zuversicht nebeneinander bestehen lassen kann.
Jeff war eines von zwei Kindern der TV-Bekanntheit, sein Tod im Jahr 2020 traf die Familie schwer. Einem Millionenpublikum wurde Linda vor allem als Sue Ellen Ewing in der Kultserie Dallas bekannt, in der sie über Jahre hinweg eine der zentralen Figuren spielte. Später war sie auch in mehreren Ablegern und Fortsetzungen der Produktion zu sehen und blieb der Rolle damit über Jahrzehnte verbunden. Abseits der Kameras musste die zweifache Mutter mit dem Verlust ihres Sohnes jedoch einen privaten Einschnitt verkraften. Das Verstreuen seiner Asche auf dem Jakobsweg wurde für sie zu einer eigenen Form des Abschieds – und zu einem Ritual, das die Nähe zu ihrem Kind bewahrt. Über ihre Gefühle spricht Linda inzwischen offen, wie ihre Schilderungen zeigen.







