Leonardo DiCaprio und Jeff Bezos wollen Wildtierarten retten
Leonardo DiCaprio (51) und Jeff Bezos (62) bündeln ihre Kräfte für den Artenschutz. Der Schauspieler und der Unternehmer haben gemeinsam das Phoenix Species Project ins Leben gerufen, das akut vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten gezielt retten soll. Wie The Economic Times berichtet, stehen der weltweiten Initiative insgesamt 200 Millionen Dollar zur Verfügung, umgerechnet etwa 173 Millionen Euro. Die Hälfte der Summe stammt aus dem Bezos Earth Fund. Weitere 100 Millionen Dollar bringen Leonardo, seine Naturschutzorganisation Re:wild und mehrere Partnerorganisationen auf. In Zusammenarbeit mit der Species Survival Commission der Weltnaturschutzunion IUCN will das Projekt 100 besonders gefährdete Arten in 30 Ländern schützen. Dabei soll es nicht bei kurzfristigen Hilfen bleiben: Das erklärte Ziel ist, wieder stabile Bestände aufzubauen. Die Liste umfasst ganz unterschiedliche Lebewesen. Unterstützt werden sollen unter anderem Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische. Auch bedrohte Pflanzen sind Teil des ambitionierten Programms.
Das Phoenix Species Project verfolgt dabei einen ungewöhnlich direkten Ansatz. Statt die Mittel allgemein in große Regionen oder ganze Ökosysteme fließen zu lassen, konzentriert sich die Initiative auf einzelne Arten, die unmittelbar vor dem Verschwinden stehen. Mehrjährige und langfristig angelegte Finanzierungen sollen Fachleuten ausreichend Zeit für ihre Arbeit geben. Leonardo erklärte dazu in einem Statement: "Seit Jahrzehnten stehen Wissenschaftler, indigene Völker, lokale Gemeinschaften und führende Naturschützer an vorderster Front beim Schutz der Natur. Die Forschung hat deutlich gemacht, dass gerade die vom Aussterben bedrohten Arten oft die Grundlage einiger der wichtigsten Ökosysteme der Welt bilden. Wenn wir diese Arten schützen, schützen wir auch die Wälder, Feuchtgebiete, Grasländer und Ozeane, von denen sie abhängig sind." Der Hollywoodstar, der auch schon eine Insel für den Umweltschutz kaufte, sieht in dem Modell sogar die Chance auf einen grundlegenden Kurswechsel. "Das Phoenix Species Project hat das Potenzial, drastisch zu verändern, wie wir Naturschutz angehen und die Klimakrise auf globaler Ebene bekämpfen", betonte er.
Hinter dem Projekt steckt offenbar jahrelange Vorarbeit. Laut The Economic Times entwickelte sich die Initiative aus einer fünfjährigen Zusammenarbeit. Den Anstoß soll 2021 ein Treffen von Leonardo, Re:wild-CEO Dr. Wes Sechrest, Jeff Bezos und Lauren Sánchez Bezos (56) gegeben haben. Lauren, die Vizevorsitzende des Bezos Earth Fund ist, rückte in einem Statement besonders die Perspektive von Kindern in den Mittelpunkt: "Kinder verlieben sich in Tiere, bevor ihnen jemand sagt, dass diese Tiere verschwinden." Zugleich machte die Moderatorin deutlich, dass die Initiative mehr leisten soll, als den Verlust lediglich zu verlangsamen. "Hundert Arten, dreißig Länder und ein echtes Versprechen, sie zurückzubringen. Nicht ihren Rückgang zu verwalten. Sie zu erholen. Das ist der ganze Unterschied. Wir wissen, wie das geht. Wir müssen nur lange genug dabeibleiben, um es zu Ende zu bringen", erklärte sie. Leonardo hofft zudem auf eine Bewegung, die weitere Unterstützer dazu inspiriert, in die Natur und den Schutz des Planeten zu investieren.









