Minuten nach Fehlgeburt: Anneke Dürkopp tritt vor TV-Kamera
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Minuten nach Fehlgeburt: Anneke Dürkopp tritt vor TV-Kamera

- Anna Pejsek
Lesezeit: 2 min
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Vor der Kamera strahlte sie, hinter den Kulissen zerbrach ihr fast das Herz: Anneke Dürkopp (47) spricht erstmals ausführlich über vier Fehlgeburten. Im Podcast "Du fehlst" von Journalistin Fanny Michaelis erzählt sie nun von einem besonders belastenden Moment. Kurz vor einer Wetteraufzeichnung entdeckte sie auf der Toilette eine Blutung und ahnte augenblicklich, was das bedeutete. "Ich wusste sofort [...], dass es wieder eine Fehlgeburt wird", zitiert Bunte aus dem Gespräch. Wenige Minuten später stand die damalige Wettermoderatorin der "Sat.1 Nachrichten" trotzdem vor der Kamera und zeichnete ihre Moderation auf, als sei nichts geschehen. Ihren Kollegen sei nicht aufgefallen, was in ihr vorging und was sie in diesem Augenblick durchmachte.

Ihre erste Fehlgeburt erlebte Anneke während eines Moderationsjobs in den USA. Schon dort habe sie sich unwohl gefühlt, die Gewissheit brachte dann ihre Frauenärztin nach der Rückkehr nach Deutschland. Ein Jahr später wurde sie erneut schwanger. Anfangs war ein Herzschlag zu erkennen, doch dann stoppte die Entwicklung. Während dieser Schwangerschaft kämpfte die Moderatorin zusätzlich mit Seh- und Sprachstörungen. Nach der zweiten Fehlgeburt habe sie "nur geschlafen und geheult", erzählt sie im Podcast. Danach sei sie jedoch wieder zur Arbeit gegangen und habe "so getan, als wäre nichts gewesen". Auch der dritte Verlust kurz vor dem TV-Auftritt folgte. Ärzte stellten daraufhin bei Anneke eine Gerinnungsstörung fest und behandelten sie medikamentös. Die Hoffnung auf ein Kind erfüllte sich zunächst dennoch nicht: Trotz der Behandlung endete auch ihre vierte Schwangerschaft mit einer Fehlgeburt.

An ihrem Kinderwunsch hielt Anneke trotz allem fest. Im März 2019 wurde sie nach einer künstlichen Befruchtung Mutter eines Sohnes – kurz vor ihrem 40. Geburtstag. Der Junge ist inzwischen sieben Jahre alt. Wie glücklich sie dieses Familienglück macht, erklärte die Moderatorin gegenüber t-online: "Ich bin so glücklich, Mama sein zu können. Ich hab' mich immer gesehen mit einem Baby im Arm." Heute blickt sie zugleich darauf zurück, wie streng sie während der Fehlgeburten mit sich selbst umging und wie wenig Raum sie ihrer Trauer gab. Ihrem jüngeren Ich würde sie deshalb vor allem mehr Selbstmitgefühl ans Herz legen. "Gönn's dir zu weinen. Sei liebevoller zu dir selbst. Das würde ich mir sagen. Sei nicht so hart zu dir", erklärte sie dem Portal. Damit beschreibt die Moderatorin rückblickend einen Umgang mit ihrem Schmerz, den sie sich in dieser schwierigen Lebensphase selbst gewünscht hätte.

Anneke Dürkopp bei der Premiere von "White House Down"
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Anneke Dürkopp beim Fotocall der ProSiebenSat.1 –Jahresprogrammpräsentation, 2017 in Hamburg
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Anneke Dürkopp im sechsten Schwangerschaftsmonat
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Könnt ihr nachvollziehen, dass Anneke damals trotz des Schocks vor die TV-Kamera trat?