Mark Keller erklärt die Herkunft seiner Bergdoktor-Stimme
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Mark Keller erklärt die Herkunft seiner Bergdoktor-Stimme

- Janine Karrasch
Lesezeit: 3 min
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Kaum ein Serienzitat ist so bekannt wie "Martin, mein einziger Freund" – gesprochen von Mark Keller (61) in seiner Paraderolle als Klinikchef Dr. Alexander Kahnweiler in Der Bergdoktor. Bereits seit 2008 gehört der Schauspieler zum festen Ensemble der ZDF-Erfolgsserie und fällt mit seiner eigenwilligen Sprechweise auf. Fans rätselten lange, wie diese unverkennbare Stimmfarbe entstanden ist. Nun hat der 61-Jährige das Geheimnis gelüftet: In der ZDF-Sendung "Volle Kanne" plauderte Mark aus dem Nähkästchen und erklärte, dass seine Rollenstimme keineswegs am Set entwickelt wurde. Ursprünglich habe die Stimme mit seiner Arbeit als Schauspieler gar nichts zu tun gehabt, sondern sei aus einem ganz anderen Anlass entstanden – nämlich zu Hause, im Kinderzimmer seiner beiden Söhne.

"Als meine Söhne noch sehr klein waren, 2000, 2001, musste ich denen immer Geschichten erzählen, jeden Abend, wenn sie im Bett lagen", schilderte Mark. Dabei habe er eine Fantasiefigur namens Shappulus Maximus, angeblich "der größte Erfinder auf dem Planeten Lumulus", erfunden. "Er hat das Powerbums erfunden, das ist so ein kleines Knäuel Trockenbenzin. Damit fliegen die Raumschiffe eine Million Lichtjahre." Durch die abendlichen Erzählungen habe sich über die Zeit ganz automatisch jene besondere Sprechmelodie herausgebildet, die später zum Markenzeichen seiner Serienfigur wurde. Aus den nächtlichen Fantasiegeschichten sei damals sogar ein Drehbuchentwurf entstanden, für den sich jedoch keine Finanzierung gefunden habe – bis kurz darauf das Angebot für "Der Bergdoktor" kam. Mark habe die Produktion daraufhin gebeten, seine Figur "ein bisschen anders sprechen" zu dürfen, und übertrug so die Stimme von Shappulus auf Dr. Kahnweiler. Die Geschichte bekommt nun ein Nachspiel: Laut eigener Aussage soll demnächst ein Kinderbuch über die Abenteuer von Shappulus erscheinen, das bei einem Discounter erhältlich sein wird.

Dass Mark überhaupt zu Dr. Kahnweiler wurde, war zunächst keine ausgemachte Sache. Der Schauspieler wollte das Angebot damals ablehnen, weil ihm die Rolle zu klein erschien. Nach seinem Einstieg 2008 entwickelte sich der einstige Konkurrent des Bergdoktors dann jedoch zu dessen bestem Freund – und Mark zu einem Publikumsliebling der Serie. Auch abseits der Dreharbeiten spielen seine Söhne eine wichtige Rolle in seinem Leben. Joshua und Aaron wollte er nach eigenen Angaben schon früh in ihren jeweiligen Talenten unterstützen. Ein Studium war ihm dabei weniger wichtig als die Aussicht, dass beide später mit etwas, das sie wirklich lieben, ihren Lebensunterhalt verdienen, das sie wirklich lieben. Mit der Entwicklung seiner Kinder zieht der Musiker gegenüber "Volle Kanne" ein zufriedenes Fazit: "Dieses kleine Glück haben die Jungs bekommen, glaube ich."

Mark Keller, Schauspieler
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Mark Keller, Schauspieler
Mark Keller mit seinen Söhnen Joshua und Aaron
ActionPress
Mark Keller mit seinen Söhnen Joshua und Aaron
Dr. Martin Gruber (Hans Sigl, r.) und Dr. Alexander Kahnweiler (Mark Keller, l.) in "Der Bergdoktor"-Folge "Höhenflug"
ZDF
Dr. Martin Gruber (Hans Sigl, r.) und Dr. Alexander Kahnweiler (Mark Keller, l.) in "Der Bergdoktor"-Folge "Höhenflug"
Was macht Mark Keller als Dr. Kahnweiler für euch so unverwechselbar?