Crystal Harris rechnet mit dem Playboy-Schönheitsideal ab

Crystal Harris rechnet mit dem Playboy-Schönheitsideal ab

- Yasmin Keller
Lesezeit: 3 min
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Crystal Harris (40) blickt auf ihre Zeit als Playboy-Ikone zurück – und zwar sehr offen. In einem aktuellen Beitrag auf Instagram teilt die Witwe von Playboy-Gründer Hugh Hefner (†91) mehrere Bilder, die ihren Weg weg vom klassischen Playboy-Schönheitsideal dokumentieren. Auf einer der Aufnahmen sind sogar ihre entfernten Brustimplantate zu sehen. Nach dem Eingriff habe sie sich zunächst "unscheinbar" und hässlich gefühlt, als würde ihr etwas fehlen. Erst im Rückblick erkenne sie, dass genau dort ein Prozess begann, an dessen Ende sie ihre eigene Identität zurückgewann. Jahrelang sei ihr Verständnis von Schönheit von Hughs Vorlieben und der Kultur rund um das Magazin geprägt gewesen: große Brüste, blonde Haare, ein bestimmtes Gewicht. Dazu kamen klare Vorgaben, wie sie sich zu kleiden, zu posieren und zu verhalten hatte. Die Operation sei deshalb nicht nur eine gesundheitliche Entscheidung gewesen, sondern auch der erste körperliche Schritt, sich von fremden Erwartungen und der Abhängigkeit von männlicher Bestätigung zu lösen.

"Ich verlor nicht meine Schönheit. Ich verlor die Definition eines anderen davon", schreibt Crystal in ihrem Instagram-Beitrag. Nach der Entfernung der Implantate habe sie Ruhe im Wald gesucht – ohne Publikum, ohne eine Fantasie erfüllen oder eine bestimmte Version ihrer selbst darstellen zu müssen. Nach und nach habe sie weitere Erwartungen abgelegt: den Drang, ausgewählt zu werden, den Zwang zur ständigen Selbstinszenierung und den Glauben, ihr Wert bemesse sich daran, wie begehrenswert sie für jemand anderen sei. "Es stellte sich heraus, dass es eines der schönsten Dinge war, die ich je getan habe, 'unscheinbar' zu werden", hält das Model fest. Heute sei sie dankbar, nicht mehr in dieser Welt zu leben und sich nicht mehr durch deren Blick zu betrachten. Auch ihr privates Umfeld habe sich verändert: Die Menschen, die sie inzwischen anziehe, würden ihre tatsächliche Persönlichkeit schätzen – und nicht eine Fantasie, die sie einmal verkörperte.

Crystal lebte fast zehn Jahre lang in der Playboy Mansion in Los Angeles und war mit Hugh bis zu dessen Tod im Jahr 2017 verheiratet. Über diese Zeit hatte sie zuletzt in Fireroses Podcast "No One Asked Her" gesprochen. Dort schilderte sie, wie kontrolliert und abgeschottet sie sich während der Beziehung und der Ehe gefühlt habe. Erst nach ihrem Auszug aus der Villa sei ihr bewusst geworden, wie stark diese Jahre sie geprägt hatten. Zusätzlich habe die durchweg positive öffentliche Darstellung des Playboy-Gründers ihre damaligen Selbstzweifel verstärkt. Ihr neuer Beitrag im Netz knüpft nun genau an diese Aufarbeitung an. Diesmal legt Crystal den Fokus darauf, wie tief die Erwartungen in der Mansion ihr Selbstbild, ihr Körpergefühl und ihr Verständnis von Schönheit beeinflusst hatten.

Crystal Hefner, Model
Getty Images
Crystal Hefner, Model
Hugh Hefner und Crystal Harris
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Hugh Hefner und Crystal Harris
Hugh und Crystal Hefner, 2014
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Hugh und Crystal Hefner, 2014
Wie kommt Crystal Harris' offene Abrechnung mit der Playboy-Zeit bei euch an?