Crystal Harris berichtet von "Gehirnwäsche" in Playboy-Villa

Crystal Harris berichtet von "Gehirnwäsche" in Playboy-Villa

- Yasmin Keller
Lesezeit: 3 min
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Fast zehn Jahre lang lebte Crystal Harris (40) in der Playboy Mansion in Los Angeles – heute spricht sie offen über die Schattenseiten dieser Zeit. In der aktuellen Folge des Podcasts "No One Asked Her" von Firerose schilderte die Witwe von Hugh Hefner (†91), wie kontrolliert und abgeschottet sie sich während der Beziehung und der Ehe mit dem Playboy-Gründer gefühlt habe. Erst nach dem Auszug aus der Villa habe sie begriffen, wie sehr sie beeinflusst worden sei. "Ich glaube, ich wurde einer absoluten Gehirnwäsche unterzogen, aber es gab da draußen nichts, was mich bestätigt hätte. Also dachte ich einfach, ich sei die Verrückte", erklärte sie in dem Gespräch. Dass ihr Mann in der Öffentlichkeit durchweg positiv dargestellt wurde, habe ihre Zweifel an sich selbst noch verstärkt. "Alle Medien haben Hef so sehr auf ein Podest gestellt, dass ich dachte: Okay, wenn sie ihn alle als diesen überlebensgroßen, großartigen Menschen sehen, muss mit mir etwas nicht stimmen", so Crystal weiter.

Wie sehr sie von der Außenwelt abgeschnitten gewesen sei, machte sie mit einem Beispiel deutlich. "Als ich schließlich ging, wusste ich nicht einmal, wie man die Scheinwerfer meines Autos einschaltet, weil ich immer vor Einbruch der Dunkelheit zu Hause war", berichtete sie im Podcast. Grund dafür seien unter anderem die täglichen Filmabende gewesen, die um 18 Uhr in der Villa stattfanden. Ein eigenes Sozialleben außerhalb des Anwesens sei dadurch kaum möglich gewesen. Auch Freundschaften habe sie nur eingeschränkt pflegen können: "Ich konnte außerhalb der Mädchen, mit denen er schlief, nicht wirklich viele Freunde haben." Gastgeberin Firerose zog daraufhin Parallelen zu ihrer eigenen früheren Ehe mit Billy Ray Cyrus (64). Die Musikerin sprach darüber, wie eine eingeschränkte Realität und der schleichende Verlust des eigenen Umfelds es erschweren könnten, eine Beziehung zu verlassen.

Crystal war mit 22 Jahren zum ersten Mal in die Playboy Mansion gekommen und hatte den Ort zunächst mit Reichtum, Glamour und Erfolg verbunden. Schon in ihrer ersten Nacht dort habe Hugh allerdings Gruppensex erwartet – aus Unbehagen habe sie zu Alkohol gegriffen. Heute bringt sie ihren Einzug mit ihrer damaligen Verletzlichkeit und einem geringen Selbstwertgefühl in Verbindung. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr ein Satz von Hughs langjähriger Sekretärin Mary O'Connor: "Hef sucht sich immer diejenigen mit den gebrochenen Flügeln aus." Crystal zog daraus ihren eigenen Schluss: "Das war eindringlich. Wenn ich nicht gebrochen gewesen wäre, wäre ich nicht dort gelandet." Bereits in ihrer Autobiografie hatte sie von Überwachung, strengen Regeln und einem heruntergekommenen Anwesen erzählt. Auch die früheren Bewohnerinnen Holly Madison (46) und Bridget Marquardt (52) beschrieben die Villa als wenig glamourös. Crystal heiratete Hugh 2012 und blieb bis zu seinem Tod im September 2017 mit ihm verheiratet. Der Unternehmer starb mit 91 Jahren an Herzversagen und einer Blutvergiftung.

Crystal Hefner bei der Premiere von "My Truth: The Rape Of Two Coreys"
Getty Images
Crystal Hefner bei der Premiere von "My Truth: The Rape Of Two Coreys"
Hugh Hefner mit seiner dritten Ehefrau Crystal Harris
Getty Images
Hugh Hefner mit seiner dritten Ehefrau Crystal Harris
Bridget Marquardt, Holly Madison und Kendra Wilkinson, 2012
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Bridget Marquardt, Holly Madison und Kendra Wilkinson, 2012
Hat die Playboy Mansion für euch nach Crystal Harris Enthüllungen endgültig ihren Glamour verloren?