Robert De Niro und Jeremy stritten sich am "Mission"-Set
Vor rund 40 Jahren standen Robert De Niro (83) und Jeremy Irons (78) gemeinsam für den Historienfilm "Mission" vor der Kamera – doch zwischen den beiden Hauptdarstellern war die Stimmung am Set in Kolumbien zunächst alles andere als harmonisch. Etwa zur Hälfte der Dreharbeiten entlud sich die angestaute Spannung schließlich ausgerechnet in einem Bus. In einem Fernsehinterview, das von AlloCiné aufgegriffen wurde, erinnerte sich Jeremy an die heftige Auseinandersetzung: "Wir haben uns angeschrien, beleidigt und uns gegenseitig die Wahrheit gesagt. Danach war die Spannung verschwunden." Als die beiden zurück im Basislager waren, wartete bereits eine Überraschung auf sie. Ihre Partnerinnen hatten offenbar von dem Streit erfahren und ein üppiges Pasta-Essen vorbereitet. Robert und Jeremy verbrachten anschließend einen großartigen gemeinsamen Abend – ein Erlebnis, das ihre Beziehung laut dem Schauspieler nachhaltig festigte.
Der Konflikt hatte sich bereits lange vor der Eskalation aufgebaut. "Wir haben uns lange Zeit gehasst. Naja, eigentlich hat eher er mich gehasst, glaube ich", räumte Jeremy ein. Hintergrund soll gewesen sein, dass Robert für die Rolle des Jesuitenpaters Gabriel ursprünglich einen anderen und älteren Schauspieler bevorzugt habe. Jeremy habe nach eigener Aussage genau gewusst, dass sein Co-Star ihn nicht in der Rolle sehen wollte. Entsprechend kühl blieb der Kontakt zwischen den beiden: In der ersten Drehwoche sprachen sie trotz gemeinsamer Szenen kaum miteinander. Jeremy vermutete, dass Method Actor Robert die angespannte Stimmung bewusst für das schwierige Verhältnis ihrer Filmfiguren einsetzte – und Regisseur Roland Joffé ließ ihn dabei gewähren. Wie hoch Robert als Schauspieler bis heute geschätzt wird, zeigt auch ein aktuelles Urteil von Quentin Tarantino (63): Er bezeichnete ihn laut Filmstarts als besten Schauspieler der Welt.
In "Mission" spielt Robert den ehemaligen Sklavenhändler und Söldner Rodrigo Mendoza, der auf der Suche nach Erlösung ist. Jeremy übernimmt die Rolle des Jesuitenpaters Gabriel, der die indigene Bevölkerung Südamerikas missionieren möchte. Auch ihre Filmfiguren geraten im Laufe der Handlung aneinander. Das Historienabenteuer kam 1986 in die Kinos und blieb an den Kinokassen hinter den Erwartungen zurück. Trotzdem erhielt der Film sieben Oscarnominierungen und konnte die Auszeichnung für die "Beste Kamera" gewinnen, wie Filmstarts berichtet. Beim Filmfestival von Cannes wurde der Streifen außerdem mit der Goldenen Palme ausgezeichnet und gilt heute als Klassiker. Für Jeremy blieb von den damaligen Erlebnissen vor allem eine persönliche Erkenntnis: "Ich habe immer gedacht, dass man jemanden erst wirklich kennt, wenn man einmal einen heftigen Streit mit ihm hatte und gemeinsam darüber hinweggekommen ist. Vorher fühle ich mich mit Menschen nie ganz wohl."

























