Darum geht es in der neuen "Sinn und Sinnlichkeit"-Adaption
Zwei Schwestern, zwei völlig verschiedene Auffassungen von Liebe: Darum dreht sich die neue Verfilmung von Jane Austens Klassiker "Sinn und Sinnlichkeit". Im Mittelpunkt stehen die Dashwood-Schwestern Elinor und Marianne, gespielt von Daisy Edgar-Jones (28) und Esme Creed-Miles. Beide gehen ihren eigenen romantischen Interessen nach – und geraten dabei immer wieder aneinander. Während Elinor ihren Gefühlen mit Bedacht begegnet, lässt Marianne sich stärker von ihren Emotionen tragen. Dadurch wird auch die enge Bindung der Schwestern auf eine harte Probe gestellt. Die Adaption zeigt, wie Elinor und Marianne im Laufe der Handlung voneinander lernen und über sich selbst hinauswachsen. Regisseurin Georgia Oakley präsentierte den Film gemeinsam mit dem Ensemble am 15. September 2026 bei der Weltpremiere in London, von der unter anderem Reuters berichtete. Schon bald kann sich das Kinopublikum selbst ein Bild von der Neuinterpretation machen: Der weltweite Start von "Sinn und Sinnlichkeit" beginnt am 23. September.
Georgia möchte Elinor und Marianne nicht bloß als Verkörperungen von Vernunft und Gefühl zeigen. Im Zentrum stehen für sie stattdessen Selbstfindung und Zusammenhalt. "Im Buch ist Elinor die Figur der Vernunft, Marianne steht für das Gefühl, und Marianne wird von der Gesellschaft gewissermaßen verurteilt und muss von Elinor lernen. In unserer Version ist es dagegen viel wechselseitiger, und es geht darum, dass die beiden Schwestern voneinander lernen", erklärte die Filmemacherin gegenüber Reuters. Das Drehbuch schrieb Diana Reid. Die Neuverfilmung erscheint mehr als drei Jahrzehnte nach der oscarprämierten Adaption von Emma Thompson (67). Laut Georgia brachten auch die Hauptdarstellerinnen viel von ihrer eigenen Persönlichkeit in die Rollen ein. Esme passe mit ihrer unverwechselbaren Art perfekt zu Marianne, während Daisy Elinors Haltung und Gewissenhaftigkeit verkörpere – und als Hauptdarstellerin das Filmteam angeführt habe.
Auch hinter den Kulissen wuchsen die Darstellerinnen offenbar zu einer Art Familie zusammen. Das schwesterliche Gefühl blieb offenbar nicht auf die Handlung beschränkt. Bodhi Rae Breathnach, die die jüngste Dashwood-Schwester Margaret spielt, ist selbst Einzelkind und fühlte sich am Set wie in einer echten Geschwisterkonstellation. "Ich bin wirklich dankbar, dass ich von all den Menschen, die meine beiden Schwestern hätten sein können, genau diese zwei hatte, denn es war wirklich so, als hätte ich Geschwister", erzählte sie Reuters. Ähnlich erging es Herbert Nordrum, der als Colonel Brandon einen Verehrer der Dashwood-Schwestern verkörpert. Seine erste britische Historiendrama-Produktion habe sich zugleich surreal und herzlich angefühlt. Zum Ensemble gehört außerdem Fiona Shaw, die damit erneut zu Jane Austen zurückkehrt: Nach "Überredung" von 1995 ist sie auch in der kommenden Netflix-Serie "Stolz und Vorurteil" zu sehen. Für Fiona bleibt die Schriftstellerin aktuell, weil sie menschliche Fehler ebenso einfange wie die Lebensfreude ihrer Figuren.

























