Verstörende Einblicke in den Fall Russell Brand (51): Nach dem Schuldspruch gegen den Comedian gewährt die Londoner Metropolitan Police Einblicke in die Ermittlungsarbeit und hat bislang unveröffentlichtes Videomaterial aus einer Befragung im Juli 2025 freigegeben. Die Aufnahmen, die news.com.au vorliegen, zeigen ihn sichtlich angespannt in einem nüchternen Vernehmungsraum. Zu hören und zu sehen ist unter anderem, wie ein Beamter den Schauspieler mit den detaillierten und schwerwiegenden Schilderungen eines Opfers konfrontiert. Sie beschuldigt Russell, vor dem mutmaßlichen sexuellen Übergriff heimlich das Kondom abgenommen zu haben. Der Brite verfolgt die Schilderungen ohne jede sichtbare Regung, seine Miene bleibt die ganze Zeit über starr. Als der Beamte schließlich wissen will, wie er auf die Anschuldigung reagiere, antwortet Russell nur knapp: "Ich habe dem derzeit nichts weiter hinzuzufügen." Inzwischen ist der Prozess gegen den Schauspieler abgeschlossen. Ein Gericht sprach ihn wegen Vergewaltigung und drei sexueller Übergriffe schuldig.
In dem Clip, den die Polizei verbreitete, geht der Ermittler auch auf drastische Details ein: "Das Kondom, das er getragen hatte, war irgendwann vor der analen Vergewaltigung entfernt worden und lag nun auf dem Boden." Weiter schildert er, Russell habe die Frau danach aufgefordert, die Verschmutzung auf dem Bett zu beseitigen, und sei aus dem Zimmer gegangen. Anschließend sei sie gebeten worden, das Haus zu verlassen. Nach dem Treffen mit dem Schauspieler brachte derselbe Chauffeur, der sie abgeholt hatte, die Frau wieder zurück zum Bahnhof. Das freigegebene Verhörvideo gehört zu einem ganzen Bündel an Beweismitteln, welche die Londoner Polizei nach dem Richterspruch der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt hat. Der in diesem Mitschnitt detailliert behandelte Vorfall war zudem einer der zentralen Anklagepunkte, die letztlich zur Verurteilung von Russell Brand führten. Die Verurteilung wegen Vergewaltigung bezieht sich auf einen damals 21-jährigen Fan, den er 2009 in einer Konzertlocation im Westen Londons kennengelernt hatte. Von zwei weiteren Vergewaltigungsvorwürfen sowie dem Vorwurf eines unsittlichen Übergriffs wurde er hingegen freigesprochen.
Die übrigen drei Schuldsprüche beziehen sich auf Taten, die sich in den Jahren 2004, 2005 und 2009 ereignet haben sollen. Den Ermittlungen zufolge wird Russell Brand vorgeworfen, eine Frau in einer Bar im Londoner Szeneviertel Soho sexuell attackiert zu haben. In einem weiteren Fall soll er eine Angestellte eines Londoner Radiosenders in einem Flur bedrängt, unsittlich berührt und gegen ihren Willen geküsst haben. Zudem steht der Vorwurf im Raum, dass er eine Mitarbeiterin des TV-Senders Channel 4 zu einer Massage genötigt hat. Nach der Urteilsverkündung kam es vor dem Gericht zu einem hitzigen Schlagabtausch zwischen Russells Verteidiger Ian Winter und Rosamund Urwin. Die Journalistin der Sunday Times hatte über den Fall berichtet. "Ich hoffe, Sie sind zufrieden mit sich", sagte der Anwalt laut Mail Online zu ihr. Als Rosamund erwiderte, sie sei "froh, dass der Gerechtigkeit Genüge getan wurde", konterte er: "Nein, wurde es nicht. Sie haben es versaut. Glückwunsch." Sunday-Times-Chefredakteur Ben Taylor bezeichnete Ians Ausbruch bei Times Radio als "verwerflich". Damit greife der Anwalt die Integrität der Geschworenen, des Richters und aller weiteren Beteiligten an.



























