"Trauerspiel": Fans sind nach Haftbefehls Comeback besorgt
Große Erwartungen, große Diskussionen: Haftbefehl (40) feierte am Sonntagabend, dem 20. September, in der ausverkauften Frankfurter Festhalle sein Comeback auf der Bühne – und hinterließ ein tief gespaltenes Publikum. Wie t-online unter Berufung auf soziale Medien berichtet, hatten viele Ticketbesitzer im Vorfeld gebangt, ob der Rapper überhaupt erscheinen würde. Nachdem der Rapper seinen Auftritt beim World Club Dome kurzfristig abgesagt hatte, fragten sie sich, ob er diesmal tatsächlich auftreten würde. Haftbefehl kam schließlich und stand gemeinsam mit Olexesh (38), Veysel, Kardo und Milonair auf der Bühne. Teile des Publikums zeigten sich danach jedoch schwer enttäuscht. Statt der angekündigten zwei Stunden habe die Show lediglich ungefähr eine Stunde gedauert, zudem sei viel Playback eingesetzt worden, kritisierten Besucher. Während zahlreiche Fans bei Instagram rote Herzen da ließen und sich für den Abend bedankten, wurde es in anderen Kommentarspalten deutlich frostiger. "Trauerspiel", "Ich will mein Geld zurück" und "Schlimmstes Konzert meines Lebens" war dort unmittelbar nach der Show zu lesen.
Neben der kurzen Spieldauer und dem Playback sorgte vor allem Haftbefehls Auftreten für Beunruhigung. Ein Besucher bemängelte demnach, dass Haftbefehl keinen einzigen Song allein performt habe, sondern sämtliche Nummern gemeinsam mit seinen Gästen präsentierte. Auch sein Zustand auf der Bühne wurde in den sozialen Medien mehrfach thematisiert. "Er sah aus, als wollte er die Bühne verlassen und konnte kaum stehen", schrieb ein Nutzer dem Bericht zufolge. In einem Video, das anschließend im Netz kursierte, ist zu sehen, wie der Rapper auf der Bühne beinahe in eine meterhohe Pyrotechnik-Flamme taumelt. Im letzten Augenblick weicht er aus und bleibt offenbar unverletzt. Eine weitere Nutzerin fragte mit Blick auf seinen Zustand: "Ich dachte, er wollte sich ausruhen und erst mal eine Pause machen." Neben all der Kritik gab es allerdings auch erleichterte Stimmen. Manche Konzertbesucher freuten sich vor allem darüber, dass der zuvor angekündigte Comeback-Auftritt überhaupt stattgefunden hatte.
Musikalisch setzte der Babo bei seiner ersten Show nach der längeren Pause vor allem auf Bewährtes: Bei älteren Hits wie "069" und "Chabos wissen wer der Babo ist" brüllte die Festhalle zurück. Daneben präsentierte der Rapper auch seinen neuen Titel "Licht". Der bürgerlich Aykut Anhan heißende Musiker hatte zuvor in der Netflix-Dokumentation "Babo: Die Haftbefehl Story" offen über seinen exzessiven Kokainkonsum und seine psychischen Probleme gesprochen. Wegen der körperlichen Folgen des Konsums war eine Operation an seiner Nase nötig. Bei Auftritten verdeckt der Rapper Mund und Nase inzwischen mit einer schwarzen Maske. Trotz der Sorgen, die sein Frankfurter Comeback bei Teilen des Publikums ausgelöst hat, stehen bereits die nächsten Termine seiner "Arena Live Shows 2026" im Kalender: Am 15. Oktober soll er in Düsseldorf auf der Bühne stehen, am 18. Oktober folgt ein Konzert in Berlin.

























