Chris Hansen zerreißt Robert Pattinsons Rolle in "Primetime"

Chris Hansen zerreißt Robert Pattinsons Rolle in "Primetime"

- Linn Dubbel
Lesezeit: 3 min
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Chris Hansen (67) hat sich nach dem US-Kinostart selbst ein Bild von "Primetime" gemacht – und kommt zu einem vernichtenden Ergebnis. Der Moderator besuchte eine Vorführung in einem AMC-Kino am Times Square und sprach anschließend in seinem Videopodcast "Have a Seat with Chris Hansen" über das Filmdrama, in dem Robert Pattinson (40) eine fiktionalisierte Version von ihm im Jahr 2006 verkörpert. Über eine gute Kritik darf sich Robert allerdings nicht freuen: Für die Darstellung des Schauspielers vergibt Chris lediglich die Schulnote "D", was in der deutschen Notenskala einer glatten Vier entspricht.

Sein zentraler Vorwurf: Die Hauptfigur habe kaum etwas mit ihm oder seinen tatsächlichen Erfahrungen bei den damaligen Ermittlungen zu tun. "Es war so bizarr und bewegte sich ständig zwischen Realität und Fiktion. Natürlich bin ich nicht objektiv, weil die Figur mich darstellt, aber es war so weit von der Realität oder allem entfernt, was ich damals oder heute bei den Ermittlungen erlebt habe. Ich bin mir nicht sicher, was der Sinn davon war", erklärt er in seinem Podcast. Chris beanstandet erfundene Szenen mit Jeff Zucker und Stone Phillips und weist zurück, dass er vor allem von Einschaltquoten getrieben gewesen sei. Praktisch nichts im Film komme den wirklichen Geschehnissen nahe. Am schwersten wiege für den Moderator jedoch die persönliche Ebene: "Primetime" zeichne ihn als distanzierten Vater – was seinem Verhältnis zu seinen Kindern nach eigener Aussage überhaupt nicht entspreche.

Der von Lance Oppenheim inszenierte A24-Film erzählt den Aufstieg des Formats "To Catch a Predator" zur Primetimesendung bei NBC. Zwischen 2004 und 2007 wurden in der Show erwachsene Männer, die sich online mit vermeintlich Minderjährigen zu sexuellen Zwecken verabredet hatten, in ein präpariertes Haus gelockt und häufig festgenommen. Im Film wird Chris' Arbeit im Kampf gegen Sexualstraftäter jedoch kritisch hinterfragt – eine Tatsache, die ihm ein Dorn im Auge ist. Besonders ärgert ihn zudem, dass weder er noch langjährige Weggefährten in das Projekt einbezogen wurden. "Sie wollten nicht hören, dass diese Arbeit wichtig ist. Dieser Regisseur hatte ein düsteres Bild davon, was er machen wollte", urteilt Chris im Podcast.

Gegenüber The Hollywood Reporter hatte Chris zuvor bereits beanstandet, das Filmstudio A24 habe ihn nie kontaktiert. Eine Vorabvorführung kam Berichten zufolge nicht zustande, weil er die verlangte Vertraulichkeitsvereinbarung nicht unterschreiben wollte. Robert hatte in Interviews bei der Premiere auf dem Filmfestival von Venedig noch die Hoffnung geäußert, dass Chris das Werk angesichts seines Einflusses auf die Macher "als eine Art Kompliment" auffassen werde. Diese Chance hat sich mit seiner harten Filmkritik nun erledigt.

Robert Pattinson bei der New Yorker Premiere von „Die My Love“ 2025
Getty Images
Robert Pattinson bei der New Yorker Premiere von „Die My Love“ 2025
Chris Hansen, Journalist und Moderator
Getty Images
Chris Hansen, Journalist und Moderator
Robert Pattinson während der Paris Fashion Week
Getty Images
Robert Pattinson während der Paris Fashion Week
Robert Pattinson bei den Filmfestspielen in Venedig 2026 auf dem roten Teppich
Getty Images
Robert Pattinson bei den Filmfestspielen in Venedig 2026 auf dem roten Teppich
Könnt ihr verstehen, dass Chris "Primetime" und Roberts Leistung so hart abstraft?