Nahtoderfahrung fühlte sich für Jeremy Renner friedlich an
Jeremy Renner (55) hat über einen Moment gesprochen, der sein Leben verändert hat: den Augenblick, in dem er dem Tod näher war als dem Leben. In der Sendung "Before & After with Lester Holt" schilderte der Schauspieler jetzt seine Nahtoderfahrung nach dem schweren Schneepflugunfall im Jahr 2023. Trotz verheerender Verletzungen habe sich das Sterben für ihn nicht bedrohlich angefühlt – im Gegenteil. Auf die Frage des Moderators, wie es sei, zu sterben, antwortete Jeremy: "Ziemlich friedlich. Wunderbar friedlich. Es ist großartig. Es gibt keine Fragen, weil alles beantwortet ist. Alles ist einfach, und alles wird von Liebe getragen, und alles ist auf einmal miteinander verbunden. Wir alle sind als eine Sache miteinander verbunden." Von einer Reise ins Jenseits mag der Marveldarsteller dabei nicht sprechen. Vielmehr habe ihn eine Flut aus Liebe, Dankbarkeit und Zufriedenheit erfasst – Leere habe es nicht gegeben.
"Man ist am Ziel von allem. Da ist ein Satzzeichen. Es ist eher wie ein Punkt, Punkt, Punkt, die Fortsetzung von. Es ist ein Satzzeichen", beschrieb er das Erlebte in der Sendung. Angst habe er in diesen Sekunden keine verspürt. Stattdessen habe er ein Gefühl von Geborgenheit und Zusammengehörigkeit erlebt, das er bis heute nicht vergessen könne. Als Lester Holt ihn auf seine im vergangenen Jahr verstorbene Mutter ansprach, zeigte sich Jeremy überzeugt: Ihr gehe es gut. Geist und Seele existierten für ihn ohnehin bereits gemeinsam und miteinander verbunden. In seinen Memoiren "My Next Breath" hatte der Schauspieler bereits festgehalten, dass sein Puls zeitweise auf 18 Schläge pro Minute gefallen sei. Er sei damals gestorben, davon ist er überzeugt – und habe sein gesamtes Leben gleichzeitig vor sich gesehen. Zum dritten Jahrestag Anfang 2026 zeigte er auf Instagram erneut seine massive Snowcat im tiefen Schnee und machte damit deutlich, wie präsent das Ereignis in seinem Leben weiterhin ist.
Der Unfall ereignete sich am 1. Januar 2023 in Reno im US-Bundesstaat Nevada. Jeremy wollte seinen Neffen Alex vor einem heranrollenden Fahrzeug schützen, als er unter seinen rund 6.350 Kilogramm schweren Schneepflug geriet. Offenbar war die Feststellbremse zuvor nicht richtig aktiviert worden. Der Schauspieler erlitt mehr als 30 Knochenbrüche sowie schwere Verletzungen unter anderem am Auge, musste mehrfach operiert werden und durchlief danach eine umfangreiche Physiotherapie. In den sozialen Medien erklärte Jeremy nach seiner langen Genesung, seine mentale Stärke und sein Wille weiterzuleben seien seine wichtigste Therapie gewesen. Die zweite Chance, die er aufs Leben bekommen hat, will er fortan nicht verschwenden. Er empfindet es als Verpflichtung, seiner Familie, seinen Freunden und allen Unterstützern etwas zurückzugeben.























