Miquita Oliver: Als Alkohol ihr Leben aus der Bahn warf

Miquita Oliver: Als Alkohol ihr Leben aus der Bahn warf

- Sandra Wickert
Lesezeit: 3 min
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Miquita Oliver (42) spricht so offen wie selten über eine besonders schwere Zeit in ihrem Leben. In der neuen Folge von Fearne Cottons (45) Podcast "Happy Place" blickt die Moderatorin auf ihre späten Zwanziger und frühen Dreißiger zurück. Wie Express berichtet, verlor sie damals ihre Fernsehjobs, geriet finanziell unter Druck und hatte schließlich keine eigene Wohnung mehr. Auf der Straße wurde sie trotz ihrer schwierigen Situation weiterhin erkannt, bevor sie zu ihrer Mutter Andi Oliver zog und dort auf dem Sofa schlief. Trotz ihrer Bekanntheit habe sie sich damals wie eine Versagerin gefühlt. Über ihr damaliges Ich sagte sie im Podcast: "Ich war Alkoholikerin, aber ich konnte mich an niemanden wenden. Ich saß fest. Ich kam aus diesem Zustand nicht heraus. Also dachte ich: Ich betäube mich einfach."

Miquita zufolge begann ihre problematische Beziehung zum Alkohol zunächst aus einem ganz anderen Grund: Fünf Jahre lang habe sie vor allem getrunken, um berufliche Erfolge zu feiern. Als die Aufträge schließlich ausblieben, habe sich das Trinken jedoch zunehmend zu einer Flucht entwickelt. "Alle wissen, wer du bist und wie du aussiehst, aber du kannst nirgendwohin – du arbeitest nicht und hast kein Geld, aber alle kennen dich. Das ist wirklich ein schrecklicher Zustand. Deshalb wollte ich die ganze Zeit benebelt sein", erzählte sie Fearne. Gleichzeitig geriet sie finanziell immer stärker unter Druck. Wegen einer Steuerschuld von umgerechnet rund 198.000 Euro konnte sie 2011 ihre Rechnungen nicht begleichen, verkaufte persönliche Gegenstände und meldete schließlich Insolvenz an. Auch ihre Wohnung in London musste sie aufgeben. Bereits 2013 hatte sie in der BBC-Three-Sendung "Young, British & Broke" über ihre finanzielle Not gesprochen und erzählt, dass sie aus Scham zwei Jahre lang niemandem davon berichtete. Schon mit 17 habe sie eigenes Geld verdient, aber nie gelernt, damit umzugehen.

So schwierig die erste Zeit im Haus ihrer Mutter auch gewesen sei, entwickelte sich daraus für Miquita rückblickend eine besonders wertvolle Familienphase. Auch ihre Großmutter lebte damals dort und stand kurz vor ihrem 90. Geburtstag. Die beiden verbrachten viel Zeit miteinander, schauten abends gemeinsam Dokumentationen und gingen mit den Hunden spazieren. "Plötzlich lebe ich den ganzen Tag, jeden Tag mit ihr zusammen. Ich bin bei ihr. [...] Wir haben diese Zeit, die ich jetzt nie vergessen werde", erzählte die Moderatorin in "Happy Place". Wie Express berichtet, sprach Miquita in dem Podcast auch über diese Zeit bei ihrer Mutter und die schwierige Phase, in der sie ohne eigenes Zuhause lebte. Sie sei dankbar gewesen, dass der berufliche Erfolg ihrer Mutter Andi es ihnen ermöglicht habe, in einem großen Haus mit genügend Platz zu wohnen und dort gemeinsam mit ihrer Großmutter zu leben. Der Rückhalt ihrer Familie half ihr durch diese Zeit. 2022 zog Miquita schließlich wieder in eine eigene Wohnung in Clapton im Osten Londons, ganz in der Nähe ihrer Mutter. Ihr Zuhause nennt sie "Palace of Dreams": "Ich musste definitiv erst durch die Zeit auf dem Sofa, um zu dem zu gelangen, was wir gern den Palast der Träume nennen."

Miquita Oliver bei der Fashion East Show während der London Fashion Week September 2026
Getty Images
Miquita Oliver bei der Fashion East Show während der London Fashion Week September 2026
Miquita Oliver bei der Booker Prize 2025 Ceremony in Old Billingsgate, London
Getty Images
Miquita Oliver bei der Booker Prize 2025 Ceremony in Old Billingsgate, London
Miquita Oliver, November 2023
Getty Images
Miquita Oliver, November 2023
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