Mike Tindall schildert die letzten Monate seines Vaters
Nur wenige Tage nach dem Tod seines Vaters Phil Tindall hat Mike Tindall (47) sehr persönliche Worte über dessen letzte Lebensphase gefunden. In der XTRA-Ausgabe seines Podcasts "The Good, The Bad & The Rugby", die am vergangenen Wochenende erschien, erzählte der ehemalige Rugbyprofi, wie sehr die Parkinson-Erkrankung seinen Vater am Ende gezeichnet hatte. In den drei Wochen vor seinem Tod sei sein Vater lediglich ein einziges Mal richtig wach gewesen. Schon die drei Monate davor seien für ihn ausgesprochen schwer gewesen. Den körperlichen Verfall mitanzusehen, habe Mike sehr belastet. Gleichzeitig beschrieb er den Tod seines Vaters als Ende eines langen Leidenswegs. "Ich will nicht lügen, es war ein bisschen ein Segen. Er war in den letzten drei Wochen nur einmal richtig wach. Es waren schlimme drei Monate für ihn, und es war furchtbar, das mitanzusehen", erklärte der frühere Rugbynationalspieler in dem Podcast.
Trotz seiner Trauer verspürt Mike auch Erleichterung darüber, dass Phil nicht mehr in seinem kranken Körper gefangen ist. "Es ist eine Erleichterung, dass er jetzt von seinem Körper befreit ist. Er hatte ein großartiges Leben, und er war uns nichts schuldig", betonte er in "The Good, The Bad & The Rugby XTRA". Statt an die schweren Wochen denke er nun bewusst an frühere Zeiten zurück – etwa daran, wie sein Vater noch beweglich genug war, um mit seiner heute achtjährigen Enkelin Lena zu spielen. Phil lebte rund 25 Jahre mit Parkinson. Laut Mike führte die Krankheit nicht nur zu einer Verkrümmung der Wirbelsäule, sondern beeinträchtigte auch Haltung, Ernährung und Darmfunktion. Seine Erfahrungen prägen zudem Mikes Haltung zur Sterbehilfe. Kritiker, die einen solchen Verfall bei einem bewunderten Elternteil nie selbst erlebt hätten, könnten die Situation aus seiner Sicht kaum beurteilen. Dass Betroffenen diese Möglichkeit verwehrt werde, bezeichnete er im Podcast als "einfach unfair".
Öffentlich gemacht hatte Mike den Tod seines Vaters bereits am 23. September, ebenfalls in seinem Podcast. In einer regulären Ausgabe von "The Good, The Bad & The Rugby" teilte er seinen Co-Hosts James Haskell (41) und Alex Payne den Verlust mit, ging damals jedoch nicht näher auf Phils letzte Monate ein. Phil und seine Frau Linda, die von Mike als sehr stoisch beschrieben wird, hielten sich weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Zu ihren Enkelkindern Mia, Lena und Lucas pflegten sie jedoch eine enge Bindung. Vater und Sohn verband außerdem ihre Begeisterung für Rugby: Phil spielte selbst, während Mike später für die englische Nationalmannschaft auflief. Am gewohnten Familienalltag hielten er und Zara trotz der Trauer zuletzt fest. Die zwölfjährige Mia nahm bei den Blenheim Palace International Horse Trials an einem Wettbewerb teil. Auch ihre Mutter Zara ging dort an den Start und trat ebenfalls bei dem traditionsreichen Reitsportereignis an.





















