"Rust"-Verfahren: Alec Baldwins Klage wurde abgewiesen

"Rust"-Verfahren: Alec Baldwins Klage wurde abgewiesen

- Michelle Hinz
Lesezeit: 2 min
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Alec Baldwin (68) ist mit seinem juristischen Gegenschlag gescheitert: US-Bundesrichterin Kea Riggs wies die Bürgerrechtsklage des Schauspielers gegen mehrere Verantwortliche aus Santa Fe nun ab. Alec hatte den Behörden im Zusammenhang mit dem Strafverfahren nach dem tödlichen Schuss am Set des Westerns "Rust" unter anderem böswillige Strafverfolgung und die Verletzung seiner Bürgerrechte vorgeworfen. Wie The Hollywood Reporter berichtet, gab letztlich die sogenannte "absolute staatsanwaltliche Immunität" den Ausschlag. Das mutmaßliche Fehlverhalten sei im Rahmen der dienstlichen Aufgaben erfolgt und könne deshalb keine Grundlage für zivilrechtliche Ansprüche gegen die beteiligten Staatsanwältinnen sein. Gleichzeitig ließ die Richterin in ihrem Beschluss keinen Zweifel daran, wie sie die Vorgänge bewertet: Die Abläufe zeichneten ein "sehr verstörendes Bild einer böswilligen Strafverfolgung".

Konkret warf Alec Bezirksstaatsanwältin Mary Carmack-Altwies und Sonderstaatsanwältin Kari Morrissey vor, entlastendes Material verborgen, Beweise manipuliert und falsche Aussagen herbeigeführt zu haben. Aus politischen Gründen hätten sie ihn zum Sündenbock machen und eine Verurteilung erreichen wollen. Im Zentrum stand unter anderem scharfe Munition, die der pensionierte Polizist Troy Teske dem Sheriffbüro von Santa Fe übergeben hatte. Die Patronen wurden jedoch nicht zu den "Rust"-Akten genommen und blieben Alec sowie Waffenmeisterin Hannah Gutierrez zunächst verborgen. Das Strafgericht stellte später fest, dass die Anklage entscheidendes Beweismaterial "absichtlich und vorsätzlich zurückgehalten" habe. An der Abweisung von Alecs Klage änderte das jedoch nichts. "Manchmal ist es besser, das von einer mutmaßlich unehrlichen Staatsanwältin begangene Unrecht ungesühnt zu lassen, als diejenigen, die versuchen, ihre Pflicht zu erfüllen, der ständigen Angst vor Vergeltung auszusetzen. Dies ist einer dieser Fälle", heißt es laut The Hollywood Reporter im Beschluss.

Hinter dem jahrelangen Rechtsstreit steht ein tragischer Vorfall im Oktober 2021: Am Set von "Rust" traf Alec mit einer Requisitenwaffe versehentlich Kamerafrau Halyna Hutchins (†42) tödlich. Was folgte, war für den Schauspieler ein jahrelanger juristischer Kampf, bei dem zeitweise sogar eine Haftstrafe im Raum stand. Sein Strafprozess nahm schließlich eine überraschende Wendung und endete abrupt, nachdem der Umgang von Polizei und Staatsanwaltschaft mit nicht ordnungsgemäß erfasster Munition zum entscheidenden Streitpunkt geworden war. Nun soll der Fall auch abseits des Gerichtssaals noch einmal ausführlich beleuchtet werden: Am 15. Oktober kommt die Dokumentation "The Trial of Alec Baldwin" in die Kinos. Filmemacherin Rory Kennedy (57) begleitete den Schauspieler über mehrere Jahre und erhielt dabei Zugang zu Aufnahmen vom Set, seinem Polizeiverhör und den Gerichtsverfahren.

Am Set von "Rust" in Santa Fe: Alec Baldwin im Kostüm
Imago
Am Set von "Rust" in Santa Fe: Alec Baldwin im Kostüm
Hannah Gutierrez, Waffenmeisterin des "Rust"-Filmsets
Getty Images
Hannah Gutierrez, Waffenmeisterin des "Rust"-Filmsets
Sicherheitskräfte am Eingang zur Bonanza Creek Ranch beim Film "Rust"
Getty Images
Sicherheitskräfte am Eingang zur Bonanza Creek Ranch beim Film "Rust"