Darum fehlt brisantes "Verity"-Bonuskapitel im Film
Fans von Colleen Hoover (46) hatten darauf gehofft, das berüchtigte Bonuskapitel aus der Deluxe-Ausgabe von "Verity" auf der Leinwand wiederzufinden – doch daraus wird nichts. Gegenüber Entertainment Weekly erklärte die Autorin zum Kinostart der Verfilmung "Verity – Dunkle Geheimnisse", weshalb der 2022 veröffentlichte Zusatz nicht in Michael Showalters Adaption gelandet ist. Für den Kinofilm wollte sie an dem offenen Ende festhalten, mit dem ihr Roman bereits 2018 erschienen war. "Ich wollte das Bonuskapitel nicht einbauen. Für mich war das einfach ein Bonus für die Leser. Es hat Spaß gemacht, es zu schreiben, aber ich mag sehr, wo das Buch ursprünglich endet", betonte Colleen. Auch die begrenzte Laufzeit habe gegen eine Umsetzung gesprochen: "Ich glaube ohnehin nicht, dass wir dafür im Film die Zeit gehabt hätten." Der Thriller mit Dakota Johnson (36), Anne Hathaway (43) und Josh Hartnett (48) läuft seit dem 1. Oktober in den deutschen Kinos.
Damit endet der Film genauso wie die ursprüngliche Fassung des 2018 erschienenen Bestsellers: mit der offenen Frage, ob Lowen und damit auch das Publikum dem Brief oder dem Manuskript glauben. Das Bonuskapitel hätte die Handlung über diesen Punkt hinaus fortgesetzt und offenbar weitere Hinweise auf Jeremy Crawfords wahres Wesen geliefert. Genau diese zusätzliche Ebene sollte nach Colleens Willen jedoch den Buchfans vorbehalten bleiben. Im Mittelpunkt der Handlung steht die erfolglose Schriftstellerin Lowen, verkörpert von Dakota. Sie soll die Arbeit der Bestsellerautorin Verity Crawford fortführen, gespielt von Anne. Nach einem mysteriösen Unfall ist Verity jedoch nicht mehr handlungsfähig und wird von ihrem Ehemann Jeremy – dargestellt von Josh – gepflegt. Während Lowen im Haus des Ehepaars recherchiert, stößt sie auf dessen düstere Geheimnisse. Anne betonte gegenüber Entertainment Weekly, eine Adaption müsse nicht jedes Detail erklären, sondern als eigenständiger Film funktionieren. Josh zufolge müsse eine Adaption den Geist der Vorlage treffen und Buchfans zugleich Neues bieten.
Die Dreharbeiten forderten den Hauptdarstellern einiges ab. Im Gespräch mit Entertainment Weekly beschrieb Josh den Stoff zum Kinostart als ausgesprochen düster und verstörend. Gemeinsam mit Anne und Dakota habe er vor der Kamera Dinge umgesetzt, die für alle drei neu gewesen seien. Während der Pressetour tauschten sich Anne und ihre Kollegen intensiv darüber aus, was eine gelungene Literaturverfilmung ausmacht – trotz des Erfolgs der New-York-Times-Bestsellervorlage sollte die Filmfassung eben nicht jedes Detail sklavisch kopieren. Wie frei Regisseur Michael mit einzelnen Elementen umging, zeigt Veritys Aussehen: Anne war zunächst fest davon ausgegangen, für die Rolle blond werden zu müssen, und hatte bereits entsprechende Perücken anfertigen lassen. Der Regisseur entschied sich dann aber dafür, sie wie Dakota brünett auftreten zu lassen, um die Ähnlichkeit der beiden Figuren gestalterisch nutzen zu können.
























