Franziska Weisz hielt ihren ersten Film für einen Flop

Franziska Weisz hielt ihren ersten Film für einen Flop

- Marina Birner
Lesezeit: 2 min
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Als Franziska Weisz (46) 1999 zum ersten Mal vor einer Filmkamera stand, war sie fest davon überzeugt, dass dabei nichts herauskommen würde. Die damals 19-jährige Wienerin nahm eher zufällig am Casting für Ulrich Seidls Vorstadtdrama "Hundstage" teil. Ursprünglich war sie lediglich auf der Suche nach einem Nebenjob während ihres Studiums gewesen. In der "Webtalkshow" erinnerte sie sich nun daran, wie wenig sie dem Projekt zutraute: "Der Film landet in der Schublade", habe sie damals gedacht. Entsprechend diskret ging sie mit ihrem Engagement um. Weil sie Angst hatte, im Fall eines Misserfolgs andere zu enttäuschen, erzählte sie nicht einmal ihrem Freundeskreis von den Dreharbeiten. Ihre allererste Filmrolle blieb damit zunächst ein gut gehütetes Geheimnis.

Ihre Sorge erwies sich letztlich jedoch als unbegründet. "Hundstage" kam 2001 in die Kinos und wurde bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet. Durch ihren internationalen Erfolg wurde die österreichische Quereinsteigerin schlagartig zur großen Hoffnung für das heimische Kino. Und es blieb nicht bei einem Achtungserfolg: Noch im selben Jahr sorgte auch Franziskas zweite Kinoproduktion für Aufsehen. Michael Hanekes "Die Klavierspielerin" erhielt beim Filmfestival in Cannes ebenfalls den Großen Preis der Jury. Damit konnte die Schauspielerin bereits in ihrem ersten Kinojahr gleich zwei Filme vorweisen, die auf den bedeutendsten internationalen Festivals ausgezeichnet wurden – ein Start, mit dem sie selbst am allerwenigsten gerechnet hatte.

Obwohl Franziska mit einem Erfolg in die Branche eingestiegen war, zweifelte sie lange daran, ob sie dort tatsächlich ihren Platz hatte. Vor allem ihre fehlende Schauspielausbildung sorgte bei ihr für Unsicherheit. "Ich bin Quereinsteigerin, ich hab's nicht gelernt, ich pfusche", beschrieb sie ihr damaliges Gefühl in der "Webtalkshow". "Ich hab dem Braten nicht getraut. Es kann nicht sein, dass ich jetzt wirklich beim Film gelandet bin." Um auf Nummer sicher zu gehen, brachte sie deshalb erst einmal ihr Studium der Entwicklungs- und Umweltpolitik in England zu Ende. Die Begeisterung für den Film ließ sie jedoch nicht los und führte sie schließlich nach Berlin. Dort etablierte sie sich als Schauspielerin und stand für zahlreiche Produktionen vor der Kamera. Von 2016 bis 2024 ermittelte sie im Hamburger Tatort als Kommissarin an der Seite von Wotan Wilke Möhring (59).

Franziska Weisz, Juli 2024
Getty Images
Franziska Weisz, Juli 2024
Franziska Weisz bei den 74. Deutschen Filmpreisen im Theater am Potsdamer Platz, Berlin.
Getty Images
Franziska Weisz bei den 74. Deutschen Filmpreisen im Theater am Potsdamer Platz, Berlin.
Collage: Franziska Weisz und Wotan Wilke Möhring
Collage: Getty Images, Getty Images
Collage: Franziska Weisz und Wotan Wilke Möhring
Könnt ihr verstehen, dass Franziska ihre erste Filmrolle lieber geheim hielt?