Udo Wachtveitl vermisst nach dem "Tatort"-Aus Spaß am Set

Udo Wachtveitl vermisst nach dem "Tatort"-Aus Spaß am Set

- Nurin Khalil
Lesezeit: 3 min
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Vor rund einem halben Jahr hat Udo Wachtveitl (68) als Münchner Tatort-Kommissar Franz Leitmayr seinen letzten Fall gelöst. Jetzt spricht der Schauspieler offen darüber, wie es ihm seitdem geht. Im Zeit-Podcast "Und was machst du am Wochenende?" zieht er eine überwiegend positive Bilanz: Der Abschied sei für ihn insgesamt eine "runde Sache" gewesen. Ganz ohne Wehmut blickt er aber nicht auf das Ende der jahrzehntelangen Dreharbeiten zurück. Wie Focus berichtet, gibt Udo zu, dass ihm einige Teile seiner früheren Arbeit durchaus fehlen. Dazu gehört vor allem der kreative Prozess rund um neue Drehbücher. Im Podcast erinnert sich Udo daran, wie die Arbeit an den Fällen ablief. Dreimal im Jahr seien neue Drehbücher bei ihm eingetroffen. Gemeinsam mit der jeweiligen Regie habe er die Geschichten dann in glaubwürdige und spannende Szenen umgesetzt. "Da kamen dreimal im Jahr diese neuen Bücher. Und man war sehr gespannt: Was werde ich diesmal machen?", beschreibt er seine Vorfreude auf die Rollenarbeit.

Dieses Miteinander fehlt ihm heute ein Stück weit: "Und das vermisse ich ein bisschen tatsächlich, weil wir haben da einen Weg gefunden, alle an einem Strang zu ziehen und etwas ganz Passables hinzukriegen." Auch die gemeinsame Zeit mit dem Team am Set vermisst er. Dabei geht es ihm sowohl um das Berufliche als auch um das Menschliche. Was ihm am stärksten in Erinnerung geblieben ist, bringt der Schauspieler mit wenigen Worten auf den Punkt: "Die Gaudi, die wir hatten." An die Stimmung beim Dreh denkt er gern zurück: "Es war sehr lustig, sehr erfüllend." Insgesamt sei es "eine Glückszeit" gewesen. Ganze 35 Jahre lang prägte Udo den Münchner "Tatort" zusammen mit seinem Kollegen Miroslav Nemec (72). Als Franz Leitmayr und Ivo Batic lösten die beiden insgesamt 100 Fälle. Damit sind sie das bislang dienstälteste Ermittlerduo der beliebten Krimireihe.

Ihr Abschied wurde entsprechend groß gefeiert: Zur Premiere des ersten Teils ihrer letzten Doppelfolge "Unvergänglich" am 26. März 2026 kamen rund 250 geladene Gäste. Zudem erwartete die beiden Schauspieler bei dem Event eine besondere Ehrung: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann überreichte den langjährigen TV-Ermittlern symbolische Ruhestandsurkunden und Ruhestandsausweise der bayerischen Polizei. Nach dreieinhalb Jahrzehnten im Dienst schickte er die beiden Fernsehkommissare damit auch offiziell in den wohlverdienten Ruhestand. Für ihre Fans endete mit der Doppelfolge eine lange Ära im Ersten. Neue Angebote hat Udo inzwischen zwar bekommen. Jede Rolle will er nach der erfolgreichen Krimireihe aber nicht annehmen: "Ich muss jetzt nicht Sachen machen, die deutlich unter dem Niveau des "Tatorts" wären."

Udo Wachtveitl, "Tatort"-Komissar
Getty Images
Udo Wachtveitl, "Tatort"-Komissar
Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl mit ihren Auszeichnungen
Getty Images
Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl mit ihren Auszeichnungen
Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec bei der Premiere der Folge "Mia san jetzt da wo's weh tut"
Hannes Magerstaedt/Getty Images
Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec bei der Premiere der Folge "Mia san jetzt da wo's weh tut"
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