Hinter Gittern: Diddy muss rund 426.000 Euro blechen

Hinter Gittern: Diddy muss rund 426.000 Euro blechen

- Lisa Mayr
Lesezeit: 2 min
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Auch hinter Gittern wird das Konto nicht geschont: Sean "Diddy" Combs (56) muss einem Gerichtsbeschluss zufolge 477.700,50 US-Dollar an Anwaltskosten übernehmen – umgerechnet rund 426.000 Euro. Der Betrag geht an den Medienkonzern NBCUniversal, wie aus den Gerichtsunterlagen hervorgeht, die TMZ vorliegen. Hintergrund ist der Rechtsstreit um die Dokumentation "Diddy: The Making of a Bad Boy". Diddy war gegen den Konzern vor Gericht gezogen, konnte sich mit seiner Klage jedoch nicht durchsetzen – anschließend forderte NBCUniversal die Erstattung der entstandenen Kosten. Ganz so hoch wie ursprünglich verlangt fällt die Rechnung für den Rapper allerdings nicht aus: Der Konzern hatte zunächst 883.000 Euro und damit die vollständige Erstattung seiner Anwaltskosten gefordert.

Dass am Ende nicht einmal die Hälfte der ursprünglich geforderten Summe zusammenkommt, liegt am prüfenden Blick des zuständigen Richters. Die Stundensätze der erfahrenen Anwälte, die NBCUniversal beauftragt hatte, hält er grundsätzlich für angemessen. Bei einzelnen Rechnungsposten greift das Gericht jedoch zum Rotstift: Mehrere abgerechnete Leistungen bewertet der Richter als überhöht und kürzt die Erstattung entsprechend. Günstig wird der Rechtsstreit für den Musiker trotzdem nicht. Sein Vermögen wird zwar auf mehrere Hundert Millionen Euro geschätzt, die Zahlung fällt allerdings in eine ohnehin schwierige Phase für den Rapper. Seine Verurteilung auf Bundesebene im Jahr 2025 und weitere offene juristische Angelegenheiten haben zuletzt für zusätzliche Belastungen gesorgt.

Derzeit sitzt der 56-Jährige im Gefängnis Fort Dix ein. Berichten zufolge wurde der siebenfache Vater dort zuletzt in einen besonders gesicherten Haftbereich verlegt. Vorausgegangen waren Berichte über einen angeblich recht komfortablen Lebensstil des Rappers hinter Gittern – nähere Einzelheiten dazu wurden allerdings nicht bekannt. Auch wann Diddy die Haftanstalt wieder verlassen darf, steht nach aktuellem Stand fest: Seine Entlassung ist für Anfang 2028 vorgesehen. Bis dahin dürfte der Papierkram für Diddy nicht weniger werden, denn neben der Kostenentscheidung im Streit mit NBCUniversal sind für den Musiker noch weitere juristische Fragen offen.

P. Diddy, Rapper
IMAGO / ZUMA Press Wire
P. Diddy, Rapper
P. Diddy, September 2007
IMAGO / ZUMA Press Wire
P. Diddy, September 2007
P. Diddy, Rapper
Getty Images
P. Diddy, Rapper
Wie findet ihr es, dass Diddy nach der Kürzung nur etwa die Hälfte der ursprünglich geforderten Kosten zahlen muss?