Ein Flohmarktfund erzielt 1.400 Euro bei "Bares für Rares"
Ein Flohmarktfund erzielt 1.400 Euro bei "Bares für Rares"ZDF / Frank HempelZur Bildergalerie

Ein Flohmarktfund erzielt 1.400 Euro bei "Bares für Rares"

- Theresa Neureuter
Lesezeit: 2 min
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Ein eher unscheinbarer Flohmarktfund hat in der Bares für Rares-Ausgabe vom 7. Oktober 2026 im Pulheimer ZDF-Studio für erstaunte Gesichter gesorgt. Das Vater-Sohn-Gespann Heinz und Christoph präsentierte Horst Lichter (64) und dem Expertenteam einen russischen Bruststern, den ein Freund von Heinz vor Jahren eher zufällig auf einem Antikmarkt entdeckt hatte. Expertin Wendela Horz erkannte schnell, worum es sich bei dem Schmuckstück handelte: um einen Sankt-Anna-Orden erster Klasse aus der Regierungszeit des letzten russischen Zaren Nikolaus II. Obwohl der historische Fund deutliche Gebrauchsspuren sowie eine frühere Reparatur aufweist, entbrannte im Händlerraum ein spannendes Bieterduell. Schließlich ging die Rarität für stolze 1.400 Euro an einen neuen Besitzer – deutlich mehr, als die beiden Verkäufer vermutlich erwartet hatten.

Mithilfe der Punzen konnte Wendela den aus vergoldetem Silber und Emaille gefertigten Bruststern auf die Zeit zwischen 1908 und 1917 datieren. Heinz berichtete in der Sendung, dass sein Freund damals zunächst überhaupt nicht erkannt habe, welchen Wert der Fund haben könnte. Erst später kaufte Heinz ihm das Schmuckstück ab. Gemeinsam mit Christoph reiste er nun mit einer Preisvorstellung von 1.000 bis 1.200 Euro ins Studio. Wendela Horz hielt diese Summe für durchaus realistisch und schätzte den Wert des trotz sichtbarer Abnutzung gut erhaltenen Stücks auf 1.000 bis 1.300 Euro. Im Händlerraum wollten schließlich gleich drei Interessenten den Bruststern ergattern. Ausgehend von anfänglichen 250 Euro kletterten die Gebote Schritt für Schritt auf 1.000 Euro – bevor schließlich sogar die Marke von 1.400 Euro erreicht wurde. Mit diesem Verkaufserlös waren Heinz und Christoph entsprechend zufrieden. Dabei ist es nicht das erste Exponat, das sich in der Show als echter Glücksgriff herausstellt.

Beim Sankt-Anna-Orden handelt es sich um eine Auszeichnung, die im Russischen Kaiserreich sowohl für zivile als auch für militärische Verdienste verliehen wurde – unter anderem an Generäle, Minister und hohe Staatsbeamte. Für militärische Verdienste gab es entsprechende Ausführungen mit Schwertern. Auch die Geschichte des Ordens weist eine deutsche und zugleich familiäre Verbindung auf: Gestiftet wurde er 1735 von Karl Friedrich von Holstein-Gottorf zum Andenken an seine verstorbene Ehefrau Anna Petrowna, die Tochter des russischen Zaren Peter I. Neben dem Bruststern wurden in derselben Folge noch weitere Gegenstände den Händlern angeboten. Dazu gehörten zwei Siebdrucke von Stefan Lang, eine Jukebox von Rock-Ola und eine französische Doppelkammerkanne für Selterswasser. Außerdem wartete ein englischer Goldanhänger mit Amethyst auf einen neuen Besitzer.

"Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter
ZDF / Frank Hempel
"Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter
Wendela Horz, "Bares für Rares"-Expertin
© ZDF/Frank Hempel
Wendela Horz, "Bares für Rares"-Expertin
Walter Lehnertz, Susanne Steiger, Wolfgang Pauritsch, Horst Lichter, Fabian Kahl, Christian Vechtel
ZDF/Frank Beer
Walter Lehnertz, Susanne Steiger, Wolfgang Pauritsch, Horst Lichter, Fabian Kahl, Christian Vechtel
Wäre euch der Sankt-Anna-Orden trotz seiner sichtbaren Gebrauchsspuren 1.400 Euro wert?