König Charles III. war von seinen ersten Bildern entsetzt

König Charles III. war von seinen ersten Bildern entsetzt

- Janine Karrasch
Lesezeit: 2 min
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Mit den eigenen Anfängen hat König Charles III. (77) wenig Mitleid. Seit Jahrzehnten bannt der Monarch Landschaften auf Papier, doch an die frühen Versuche denkt er ungern zurück. 2022 zeigte die Garrison Chapel der Chelsea Barracks in London die Schau "HRH The Prince of Wales's Watercolours" und dort legte Charles laut Hello! offen, wie hart er mit sich ins Gericht geht: "Wenn ich heute auf meine ersten Skizzen zurückblicke, bin ich entsetzt darüber, wie schlecht sie sind." Aufgeben kam für ihn trotzdem nie infrage. Der Grund liegt im Reiz der Sache: "Aber das Großartige am Malen ist dennoch, dass man seine ganz eigene Interpretation der jeweils ausgewählten Ansicht erschafft." Das Hobby begleitete ihn über viele Jahrzehnte als Ausgleich, lange bevor er mit 73 Jahren König wurde.

Dass Charles überhaupt zu Pinsel und Farben griff, hat einen überraschend nüchternen Grund. In seinem 1991 veröffentlichten Buch "HRH The Prince of Wales Watercolours" erklärte Charles im Vorwort, die Fotografie habe ihn weniger erfüllt: "Ich begann ausschließlich deshalb zu malen, weil ich die Fotografie als weniger befriedigend empfand." Die Malerei öffne ihm eine andere Welt: "Ich finde, es versetzt mich in eine andere Dimension, die im wahrsten Sinne des Wortes Teile der Seele erfrischt, die andere Aktivitäten nicht erreichen können." Neben der Kunst wuchs während seiner langen Jahre als Thronfolger auch die Liebe zum Gärtnern. In London standen 2022 jedoch allein seine Aquarelle im Mittelpunkt, und die Besucher bekamen zu den Bildern auch die ehrlichen Worte zu seinen künstlerischen Anfängen zu lesen.

Die Lust am Malen liegt bei den Royals in der Familie. Königin Camilla (79) versucht sich ebenfalls am Malen, ist mit dem Ergebnis aber genauso streng wie ihr Ehemann. Bei einem Termin in Schottland sagte sie im Juni: "Ich versuche zu malen, sehr schlecht. Aber leider habe ich nicht viel Zeit." Und weiter: "Doch es gibt nichts, was ich mehr genieße, als mir die Werke anderer Menschen anzusehen." Auch Prinz Philip (†99) griff zeitlebens begeistert zum Pinsel. Die nächste Generation setzt die Tradition fort: Prinz William (44) und Prinzessin Kate (44) teilten an Weihnachten 2022 das Rentieraquarell ihres damals neunjährigen Sohnes Prinz George (13) mit den Worten "Frohe Weihnachten! von George." Kate selbst ist eher als Fotografin bekannt, doch 2017 zeichnete sie mit Feder und Tinte die St Mark's Church in Englefield für das Hochzeitsprogramm ihrer Schwester Pippa Middleton (43).

König Charles III. bei der King's Foundation in Schottland, September 2026
Getty Images
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Der damalige Prinz Charles und Camilla Parker-Bowles helfen in der Heavenly Hall Church in Philadelphia beim Malen eines Wandgemäldes, Januar 2007
Getty Images
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König Charles bei einem Besuch der Animal and Plant Health Agency
Getty Images
König Charles bei einem Besuch der Animal and Plant Health Agency
Könnt ihr verstehen, dass König Charles seine ersten Aquarelle heute so kritisch sieht?