Publikumsjoker kostet Rentnerin bei WWM 15.500 Euro

Publikumsjoker kostet Rentnerin bei WWM 15.500 Euro

- Sandrine Palme
Lesezeit: 3 min
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Für Gabriele Schmickl nahm die Teilnahme bei Wer wird Millionär? ein bitteres Ende. In der 3-Millionen-Euro-Woche der RTL-Quizshow mit Günther Jauch (70) hatte sich die Rentnerin vorgenommen, mindestens 16.000 Euro zu erspielen und sich damit für das große Finale zu qualifizieren. Doch bereits bei der Frage für 8.000 Euro war ihr Traum geplatzt. Statt der erhofften Summe musste sich die Kandidatin mit lediglich 500 Euro zufriedengeben – ihr fehlten somit ganze 15.500 Euro für den Einzug ins Finale. Zum Verhängnis wurde ihr dabei ausgerechnet ein Publikumsjoker. Die Frage lautete, welche bekannte Band angekündigt hatte, sich 2027 nach 36 gemeinsamen Jahren aufzulösen. Ein Zuschauer aus dem Publikum schien sich seiner Sache absolut sicher zu sein. "Das ist auf jeden Fall Antwort D, Die Toten Hosen", erklärte er laut RTL. Obwohl Gabriele mehrfach nachfragte, blieb der Mann bei seiner Antwort und zeigte keinerlei Unsicherheit.

Auch Günther wollte die Aussage des Zuschauers noch einmal überprüfen und erkundigte sich: "Das passt auch mit den 36 Jahren?" Der Publikumsjoker bekräftigte seine Einschätzung, sodass sich Gabriele schließlich für Die Toten Hosen entschied. Doch die richtige Antwort wäre Die Prinzen gewesen. "Die Toten Hosen gibt es seit 1982, also seit 44 Jahren. Fast ein Jahrzehnt länger", stellte der Moderator nach der Auflösung klar. Der zuvor noch so überzeugte Zuschauer schien angesichts seines Fehlers regelrecht zu erstarren. Auch Günther bedauerte das Ausscheiden der Rentnerin: "Das ist tragisch. Es ist sehr schade", erklärte er. Weil Gabriele die Sicherheitsstufe von 16.000 Euro noch nicht erreicht hatte, ging sie lediglich mit 500 Euro nach Hause. Dass der Publikumsjoker bei "Wer wird Millionär?" für ungewöhnliche Situationen sorgen kann, zeigte sich bereits im Frühjahr 2024. Damals hatte ein Zuschauer bei einer 500-Euro-Frage nach Lots Frau absichtlich für die Antwort "Litfaßsäule" gestimmt, während 99 Prozent des Publikums richtigerweise "Salzsäule" gewählt hatten.

Als Günther den Zuschauer damals auf seine offensichtlich falsche Antwort ansprach, lieferte dieser eine verblüffende Erklärung. "Ich wollte nur mal ein Autogramm haben", gestand der Mann. Der Moderator reagierte amüsiert auf die ungewöhnliche Aktion. "Ich nehme das mit Abscheu und Empörung zur Kenntnis", scherzte er, bezeichnete die Idee aber auch als "clever" und erfüllte dem Zuschauer schließlich seinen Wunsch. Wie belastend ein hoher Geldverlust für die Kandidaten sein kann, hat der inzwischen 70-Jährige während seiner langjährigen Tätigkeit als Quizmaster bereits mehrfach erlebt. Besonders schmerzhaft wird es, wenn Teilnehmer durch eine einzige falsche Antwort von einer hohen Gewinnsumme auf den Mindestbetrag zurückfallen. Hinter den Kulissen seien die Emotionen dabei teilweise noch stärker als vor den Kameras. So habe es nach einem Absturz von 500.000 auf 500 Euro bei Kandidaten bereits Tränen gegeben. Gabriele wurde hingegen eine falsche Auskunft zum Verhängnis: Trotz mehrfacher Nachfrage vertraute sie auf die selbstsichere Antwort ihres Publikumsjokers.

Günther Jauch bei "Wer wird Millionär?"
RTL / Stefan Gregorowius
Günther Jauch bei "Wer wird Millionär?"
Günther Jauch bei "Wer wird Millionär?"
RTL / Stefan Gregorowius
Günther Jauch bei "Wer wird Millionär?"
Günther Jauch, "Wer wird Millionär?", 2026
RTL / Stefan Gregorowius
Günther Jauch, "Wer wird Millionär?", 2026
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