Dieser "Bares für Rares"-Fehler kostet Verkäufer 220 Euro
Das lief für Manuel Straub bei Bares für Rares anders als erhofft: Im Auftrag seiner älteren Nachbarin wollte der Physiotherapeut eine gut erhaltene Modelldampfmaschine der Firma Stuart aus den 1970er-Jahren verkaufen. Noch vor seinem Auftritt in der ZDF-Trödelshow hatte ihm ein Sammler 220 Euro für das Stück geboten. Manuel schlug das Angebot jedoch aus, da er sich vor den Kameras einen höheren Erlös für seine Nachbarin versprach. Diese Entscheidung erwies sich im Händlerraum als folgenschwer: Statt eines gefüllten Umschlags nahm der Verkäufer am Ende wieder die Dampfmaschine mit nach Hause – und damit entging ihm auch der bereits sichere Verkauf für 220 Euro.
Bei der Begutachtung sorgte Experte Sven Deutschmanek (50) zunächst für Ernüchterung. Er erkannte, dass es sich bei der Dampfmaschine lediglich um einen Teil eines Bausatzes handelte. Ein vollständiges Set hätte laut seiner Einschätzung mehrere Hundert Euro erzielen können. Für das vorhandene Einzelstück setzte Sven den Wert hingegen nur bei 200 bis maximal 250 Euro an. Trotzdem nahm Manuel die Händlerkarte an, denn seine persönliche Schmerzgrenze lag bei 250 Euro. Im Händlerraum hielt sich die Begeisterung jedoch in Grenzen: Elisabeth Nüdling konnte mit der Dampfmaschine nichts anfangen, einzig Daniel Meyer (53) stieg ernsthaft in die Verhandlung ein. "220 Euro, das ist der Preis, zu dem ich sie an einen Liebhaber weiterverkaufen könnte – und ich muss ja auch noch etwas daran verdienen", erklärte der Händler sinngemäß seine Zurückhaltung. Manuel lehnte ab.
Manuel hatte die Dampfmaschine nicht aus seinem eigenen Besitz mitgebracht. Er wollte seiner älteren Nachbarin helfen, deren eingeschränkte Mobilität einen persönlichen Besuch bei "Bares für Rares" nicht zuließ. Das Modell stammte aus dem Fundus ihres Mannes, der zu Lebzeiten zahlreiche Kuriositäten gesammelt hatte. Das Prinzip der Sendung ist seit Jahren dasselbe: Privatpersonen bringen ihre Fundstücke mit, lassen sie zunächst von Sachverständigen begutachten und verhandeln anschließend im Händlerraum über einen möglichen Verkauf. Wer dort kein passendes Angebot bekommt, nimmt seinen Schatz einfach wieder mit nach Hause.




























