"Bares für Rares"-Händler kämpfen um 412 Jahre altes Buch
Ein mehr als vier Jahrhunderte altes Kräuterbuch sorgt bei Bares für Rares für großes Staunen. In der am 2. Oktober 2026 ausgestrahlten Folge bringt Verkäuferin Jutta aus Weyhe das seltene Familienerbstück mit in die Show. Das historische Werk wurde während des Krieges zum Schutz im heimischen Garten vergraben. Ausgerechnet dieses Versteck setzte dem Buch jedoch stark zu: Feuchtigkeit beschädigte zahlreiche Seiten, außerdem fehlt der Buchrücken. Trotz des angegriffenen Zustands wollen im Händlerraum fast alle Anwesenden die seltene Ausgabe unbedingt haben. Bei einem Startgebot von 150 Euro geht es los, danach entwickelt sich ein lebhaftes Bietergefecht. Am Ende behält Fabian Kahl (34) die Oberhand und legt 1.300 Euro für das historische Werk auf den Tisch. Der Händler kündigt direkt an, das Buch restaurieren zu lassen und es anschließend in seine eigene Sammlung aufzunehmen.
Experte Detlev Kümmel identifiziert das Werk als eine deutsche Ausgabe aus dem Jahr 1614, die von Petrus Uffenbach bearbeitet wurde. Inhaltlich geht das Kräuterbuch auf die Schriften des antiken Heilers und Pharmakologen Pedanios Dioskurides zurück. Die Ausgabe enthält außerdem ergänzende Texte zur Heilkunde und zur Destillation. Besonders auffällig sind die zahlreichen Illustrationen, die von Hand koloriert wurden. Gleichzeitig benennt Detlev aber auch die Mängel: Der Buchrücken fehlt komplett, zahlreiche Seiten sind eingerissen oder nicht mehr vollständig erhalten. Eine aufwendige Restaurierung hält der Experte der beliebten Show dennoch für lohnenswert. Seine Expertise liegt zwischen 1.000 und 1.200 Euro. Juttas Wunschpreis von 1.200 Euro trifft damit genau die obere Grenze der Schätzung.
Mindestens vier Generationen lang befand sich das Kräuterbuch im Besitz von Juttas Familie, bevor es den Weg in die Trödelshow fand. Besonders ist dabei vor allem seine ungewöhnliche Geschichte, die eng mit der Kriegszeit verknüpft ist. Mit dem Verkauf an Fabian verlässt das über Generationen weitergegebene Erbstück nun die Familie.



























