Miese Wortwahl vor Gericht: Sam Woods Anwalt erntet Kritik
Der Anwalt des ehemaligen australischen "Bachelors" Sam Wood steht wegen einer Aussage vor Gericht massiv in der Kritik. Bei einer Kautionsanhörung am Donnerstag vor dem Maroochydore Magistrates Court sprach Verteidiger Mathew Cuskelly über die Auswirkungen der aktuellen Vorwürfe auf die Karriere seines Mandanten. Dabei wählte er eine Formulierung, die nun in Australien für Empörung sorgt. "Er sollte die Chance bekommen, mit Fachleuten für psychische Gesundheit zusammenzuarbeiten, um noch etwas von seinem beruflichen Ruf und seiner Karriere zu retten, die im Moment mächtig Prügel einstecken müssen", erklärte der Jurist laut Daily Mail. Besonders die Metapher über die vermeintlichen Prügel für Sams Ruf stößt auf Unverständnis. Die Influencerin Lauren, die hinter dem Account "Mental as a Mother" steckt, kritisierte die Wortwahl in einem Video scharf. Angesichts der gegen den 46-Jährigen erhobenen Gewalt- und Würgevorwürfe hält sie den Vergleich für äußerst unpassend. Ihrer Ansicht nach lenke eine solche Aussage die Aufmerksamkeit vom mutmaßlichen Opfer auf die möglichen beruflichen Konsequenzen für den Beschuldigten.
Lauren, die nach eigenen Angaben Erfahrung im Bereich Kommunikation und Krisenkommunikation hat, machte ihrem Ärger deutlich Luft. "Meinen wir diesen Scheiß eigentlich wirklich ernst? Sam Woods Anwalt ist offenbar besorgt, dass der berufliche Ruf seines Mandanten mächtig Prügel einstecken musste. Mächtig Prügel. Das sind die tatsächlichen Worte, die er gewählt hat", wetterte sie. Anschließend legte die Influencerin mit einer sarkastischen Bemerkung nach: "Denn offenbar ist die große Tragödie, die wir hier alle betrachten sollen, der Schaden für die persönliche Marke eines Mannes. Denkt denn niemand an die Markenkooperationen?" Für Lauren zeigt der Vorfall, wie entscheidend die Wortwahl bei der öffentlichen Diskussion über mutmaßliche häusliche Gewalt ist. "Worte sind wichtig. Und es ist wichtig, wessen Leid man in einer Geschichte in den Mittelpunkt stellt", betonte sie. Es störe sie, dass bei Vorwürfen von Gewalt gegen Frauen häufig die Karriere und Zukunft der beschuldigten Männer in den Vordergrund rückten. Gleichzeitig stellte sie ausdrücklich klar, dass sie Sams Anspruch auf anwaltliche Vertretung und ein faires Verfahren nicht infrage stelle. "Wenn man einen Mann im Zusammenhang mit mutmaßlicher häuslicher Gewalt öffentlich verteidigt, sollte man vielleicht nicht zu einer Metapher darüber greifen, dass sein Ruf verdammte Prügel einstecken muss", erklärte sie auf "Mental as a Mother". In den Kommentaren erhielt Lauren viel Zuspruch. Zahlreiche Nutzer gaben an, die Aussage des Anwalts ebenfalls sofort als unangemessen wahrgenommen zu haben.
Sam war am vergangenen Wochenende während eines Familienurlaubs im australischen Ferienort Noosa festgenommen worden. Gegen den Realitystar stehen schwere Vorwürfe im Raum: Ihm werden Körperverletzung mit Verletzungsfolge im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt sowie Würgen im häuslichen Umfeld zur Last gelegt. Der ehemalige Rosenkavalier bestreitet die Anschuldigungen. Der mutmaßliche Vorfall soll sich in der Ferienunterkunft der Familie ereignet haben, in der sich auch seine Ehefrau Snezana, die drei gemeinsamen Kinder und seine 21-jährige Stieftochter Eve aufhielten. Letztere soll die Polizei alarmiert und dabei angegeben haben, ihre Mutter sei gewürgt worden. Bei der Anhörung beantragte Sam, gegen Kaution an eine Adresse im Bundesstaat Victoria entlassen zu werden. Das Gericht wies den Antrag am Donnerstag jedoch zurück, weshalb er mindestens bis zum 23. November in Untersuchungshaft bleiben muss. Sein Anwalt verwies außerdem auf eine laut einem forensischen Psychologen äußerst schwere Depression des Beschuldigten und brachte eine mögliche Verteidigung wegen Notwehr ins Spiel. Die Staatsanwaltschaft betonte hingegen insbesondere die Notwendigkeit, Snezana und die Kinder zu schützen.





















