Ellen DeGeneres vermisst das Fernsehen und findet keinen Job
Ellen DeGeneres (68) hat sich aus der Entertainment-Welt zurückgezogen – doch so richtig glücklich scheint sie mit der Situation nicht zu sein. In "The Graham Norton Show" gestand die Moderatorin, dass sie aktuell schlicht keinen Fernsehjob hat. "Bei mir ist eigentlich nichts los, und ich vermisse es wirklich, im Fernsehen zu sein", schilderte sie. "Ich vermisse vieles daran – das Lachen mit den Autoren und dem Publikum. Ich denke darüber nach, hier etwas zu machen." Mit "hier" meint Ellen Großbritannien: Nach den Skandalen und dem Ende ihrer US-Talkshow hatte sie der Heimat den Rücken gekehrt und war auf die Insel gezogen. Nun zieht sie offenbar neue Fernsehprojekte in ihrer Wahlheimat in Betracht.
Über das britische Programmangebot äußert sich die Entertainerin in der Sendung gleich scherzhaft. "Ich glaube, es ist ziemlich einfach, hier ins Fernsehen zu kommen – ihr habt eine Töpfershow, ihr habt eine Nähshow, und ihr habt sogar eine Sendung über Menschen, die Fernsehsendungen schauen!", erzählte sie. Ihre eigene Show, "The Ellen DeGeneres Show", war im Jahr 2020 massiv in die Kritik geraten. Zehn ehemalige Beschäftigte hatten von einem toxischen Arbeitsklima berichtet, in dem unter anderem Rassismus, Angst und Einschüchterung an der Tagesordnung gewesen sein sollen. Zudem stand die Behauptung im Raum, Ellen habe sexuelle Belästigung durch Führungskräfte nicht genügend thematisiert. WarnerMedia leitete eine interne Untersuchung ein, drei Führungskräfte verließen letztendlich die Produktion. Ellen entschuldigte sich bei ihrem Team und verkündete 2021 das Aus der Talkshow. 2024 verabschiedete sie sich dann komplett aus dem Showgeschäft.
Inzwischen lebt Ellen gemeinsam mit ihrer Ehefrau Portia de Rossi (53) in Großbritannien und hielt sich seit dem Ende ihrer Sendung meist von der Öffentlichkeit fern. Ruhe um die Vorwürfe ist dennoch nicht eingekehrt: Die Moderatorin Megyn Kelly (55) griff das Thema im Sommer 2026 in "The Megyn Kelly Show" erneut auf und gab unter anderem die Behauptung wieder, Crewmitglieder hätten Ellen nicht direkt ansehen dürfen. Lange vor ihrer Talkshowkarriere hatte die Entertainerin allerdings Fernsehgeschichte geschrieben: In der Sitcom "Ellen" spielte sie die erste offen lesbische Hauptfigur einer US-Network-Serie. Bei Graham Norton erinnerte sie sich auch an die Reaktionen von damals. "In den USA waren sie nicht besonders begeistert davon, dass meine Figur und ich uns geoutet haben", schilderte sie. "Deshalb war es eine solche Ehre, in London gefeiert zu werden. So behandelt zu werden, nachdem alle anderen mit mir abgeschlossen hatten, war außergewöhnlich."

























