Montana Brown spricht über Ragebaiting und ihre Erkrankung
Montana Brown (31) äußert sich erstmals ausführlich zu den TikTok-Videos, mit denen sie wegen ihrer strikten Ansichten zur Kinderernährung und zu Medikamenten heftige Kritik ausgelöst hatte. In einem langen Beitrag auf Instagram gesteht sie ein, dass ihr damaliges Auftreten im Netz nicht ihre beste Seite gezeigt habe. Ihre Anliegen habe sie rückblickend deutlich konstruktiver vermitteln können. Zugleich macht Montana öffentlich, dass bei ihr eine Schilddrüsenüberfunktion diagnostiziert wurde. Starker Haarausfall, extrem niedrige Eisenwerte und anhaltende Schlafprobleme hätten ihr in der damaligen Zeit zusätzlich zugesetzt. Auch deshalb habe sie womöglich zu unbedacht über einige Themen gesprochen. Wichtige und schwierige Sachverhalte möchte Montana zwar weiterhin ansprechen, künftig aber stärker darauf achten, komplizierte oder sensible Inhalte auf eine positivere und hilfreichere Weise zu vermitteln.
In ihrem Posting beschreibt Montana, wie sehr sie sich unter Druck gesetzt gefühlt habe, spontane Gedanken sofort in Content zu verwandeln. Manches davon wäre jedoch besser in einem privaten Gespräch aufgehoben gewesen oder hätte vor der Veröffentlichung sorgfältiger formuliert werden müssen. "Ich reflektiere auch darüber, wie ich mich in diesem Zeitraum online gezeigt habe, und das war nicht meine beste Seite", gibt sie auf Instagram zu. An ihren grundsätzlichen Standpunkten rund um Erziehung halte sie weiterhin fest, bei der Art der Kommunikation sehe sie jedoch Verbesserungspotenzial: "Ich kann definitiv an meiner Vermittlung arbeiten." Auslöser des heftigen Gegenwinds waren unter anderem Videos, in denen Montana tägliche Schuldesserts sowie zuckerhaltige und stark verarbeitete Produkte für Kinder kritisierte. Auch Fertigbrei aus Quetschbeuteln und das Fiebermittel Calpol lehnte sie ab. Kritiker warfen ihr daraufhin vor, Eltern Schuldgefühle einzureden und bei medizinischen Themen gefährliche Fehlinformationen zu verbreiten.
Ihr Verhalten im Netz führt Montana auch auf eine persönlich belastende Zeit zurück. Während des Stillens habe sie unter Schlaflosigkeit gelitten und abends viel getrunken, um überhaupt einschlafen zu können. Später seien erstmals Panikattacken und starke Ängste hinzugekommen. Nach dem Abstillen habe sie Wut, Traurigkeit, Reizbarkeit und eine extreme Emotionalität verspürt. Zunächst vermutete Montana deshalb eine postpartale Depression. Erst eine Untersuchung ihrer Hormone habe schließlich die Schilddrüsenüberfunktion ans Licht gebracht. "Nachdem bei mir eine Schilddrüsenüberfunktion, hormonell bedingter Haarausfall und extrem niedrige Eisenwerte diagnostiziert worden waren und ich das mental verarbeiten musste, während ich nicht richtig schlafen konnte, hatte ich zu kämpfen", schildert sie ihre damalige Situation. Die Haare seien ihr büschelweise ausgefallen. Abschließend richtet sich Montana an ihre langjährige Community. Ihre Follower hätten ihren Weg von einer jungen Frau zur Mutter sowie schöne und schwierige Lebensphasen miterlebt. Für die anhaltende Unterstützung zeigt sie sich dankbar.























