Patrice Aminati (31) hat offen über den folgenschweren Umgang mit einem auffälligen Muttermal während ihrer Schwangerschaft gesprochen. Im Talk mit dem Psychologen Leon Windscheid in der ZDF-Sendung "Terra Xplore: Im Kopf von ..." schildert sie, wie die Stelle an ihrem Hals kontinuierlich wuchs und sich immer stärker wölbte. Selbst als das Muttermal schließlich zu bluten begann, führte die damals frischgebackene Mutter die Veränderung lediglich auf ihren hormonellen Zustand zurück und sah von einer ärztlichen Abklärung ab. Rund ein halbes Jahr verging, bis sich Patrice letztlich doch für den Gang zum Hautarzt entschied. Heute lebt sie seit mittlerweile drei Jahren mit der Diagnose schwarzer Hautkrebs im vierten Stadium und wird palliativ behandelt, während ihre vierjährige Tochter Charly Malika ihr größter Antrieb im alltäglichen Kampf ums Überleben ist.
Nach dem Kontrolltermin beim Dermatologen ging dann alles extrem schnell, denn schon zwei Tage später erhielt die Betroffene den alarmierenden Anruf aus der Praxis. "Ich habe gesagt: Ich habe ein kleines Baby zu Hause. Die Waschmaschine läuft! Mich hat das total überfahren. Diese Tragweite war mir überhaupt nicht bewusst", erinnert sie sich an das Telefonat, das ihr Leben schlagartig veränderte. Obwohl weißer Hautkrebs bei ihrer Mutter und schwarzer Hautkrebs bei ihrem Großvater bekannt waren, unterschätzte Patrice das Risiko nach jahrelanger regelmäßiger Vorsorge dramatisch. Neben der erblichen Komponente führt sie vor allem die intensive Sonneneinstrahlung in ihrer Kindheit als mögliche Ursache an, räumt rückblickend jedoch ehrlich ein, die Gefahr wie viele junge Menschen schlicht ignoriert zu haben.
Trotz der schweren Diagnose und der immensen Zukunftsangst richtet Patrice ihren Blick nach vorne, wobei das Wohl ihrer kleinen Tochter Charly für sie stets an oberster Stelle steht. Um zu verhindern, dass das Kind ohne Mutter aufwachsen muss, will Patrice ihre Tochter mindestens bis zu deren 18. Geburtstag mit aller Kraft durchs Leben begleiten. "Ich habe die Verantwortung für dieses Kind. Zumindest bis sie 18 ist. Und wenn ich sie auf allen Vieren über diese Ziellinie bringe", betont sie in dem TV-Format. Abseits medizinischer Prognosen schöpft Patrice an einer abgelegenen Kapelle, die sie mit einem Retrocamper ansteuert, neue Hoffnung und lässt keinen Zweifel daran, dass sie weiterhin großen Hunger auf das Leben verspürt.
























