Jack Osbourne (40) lebt seit 14 Jahren mit der Diagnose Multiple Sklerose. Trotzdem fühlt er sich im Umgang mit seiner Erkrankung manchmal wie ein Betrüger. Im Podcast "MeSsy" von Christina Applegate (54) und Jamie-Lynn Sigler (45) erklärte der Realitystar nun, warum ihn dieses Gefühl beschäftigt. Viele andere Betroffene seien schon kurz nach ihrer Diagnose deutlich stärker eingeschränkt als er. "Sie haben es viel schwerer. Und bei mir ist es so: Es beeinträchtigt mich zwar, aber es hat mich nicht aufgehalten und auch nicht ausgebremst", erklärte Jack. Gerade weil andere Erkrankte mit viel heftigeren Einschränkungen leben müssten, falle es dem 40-Jährigen mitunter schwer, öffentlich als prominenter Fürsprecher der MS-Gemeinschaft aufzutreten. "Wenn ich ehrlich bin, fühlt sich ein Teil von mir irgendwie wie ein Hochstapler", führte er seine Gedanken weiter aus.
Ganz ohne Beschwerden ist Jack aber nicht. Derzeit spüre er am ganzen Körper ein Gefühl, das er mit aufgeschürfter Haut vergleicht. Selbst Kleidung zu tragen, sei dadurch sehr unangenehm. Weitere besonders schwere Symptome habe er bisher allerdings nicht erlebt. Dennoch bleibt Jack nach eigenen Angaben mit seinen Ärzten in Kontakt und lässt regelmäßig MRT-Aufnahmen machen. Medikamente gegen MS nimmt der Sohn von Ozzy Osbourne (†76) jedoch schon seit mehreren Jahren nicht mehr. Während seiner Scheidung von Lisa Stelly (39) im Jahr 2019 habe er die Behandlung unbeabsichtigt ausgeschlichen, da sein Krankenversicherungsschutz zeitweise nicht gültig gewesen sei. Nachdem das Problem geklärt war, habe Jack testen wollen, wie lange er ohne Medikamente zurechtkommt. Erst im vergangenen Jahr seien wieder Beschwerden aufgetreten. Den Umgang mit MS bezeichnete er im Podcast als einen fortlaufenden Weg, auf dem er immer wieder neu herausfinden müsse, wie er die Erkrankung bewältigt.
Hilfe wollte Jack, der fünf Kinder ohne Nanny großzieht, wegen seiner Erkrankung lange überhaupt nicht annehmen. Im Podcast erinnerte er sich an seine frühere Haltung: "Gib mir nicht dein verdammtes Mitleid." Er habe es nicht gemocht, von anderen bemitleidet oder auf seine Krankheit reduziert zu werden. Inzwischen räumt er aber auch ein: "Sicher, vielleicht gibt es Momente, in denen ich eine kleine Umarmung brauche." Die Diagnose habe ihn in vielerlei Hinsicht verändert: "Meine Lektionen begannen wirklich, als die Scheiße anfing auseinanderzufallen. Denn dann musste ich innehalten und mich fragen: 'Okay, warum funktioniert das jetzt nicht mehr? Was muss ich ändern?' Das zwingt einen, genauer hinzusehen. Die MS hat bei mir also vieles verändert – mental, körperlich und emotional", erklärte Jack seine heutige Sicht auf die Dinge. Erst durch diese Lektion habe er erkannt, dass er sein Leben ernster nehmen muss.






















