Mann attackiert Marius Høiby: Weder Festnahme noch Anklage

Mann attackiert Marius Høiby: Weder Festnahme noch Anklage

- Malin Friedrich
Lesezeit: 3 min
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Der nächtliche Vorfall auf dem königlichen Anwesen Skaugum hat eine überraschende Wendung genommen. Der Mann, der in der Nacht zum Freitag in das Zuhause von Marius Borg Høiby (29) eingedrungen sein und ihn gestoßen haben soll, wurde weder festgenommen noch angeklagt. Wie die norwegische Zeitung Dagbladet berichtet, hielten die Beamten den Eindringling nach ihrem Eintreffen zwar an. Anschließend verwiesen sie ihn jedoch lediglich des Ortes. Marius steht derzeit unter Hausarrest und trägt eine elektronische Fußfessel. Wie sein Anwalt Alexander Greaker berichtete, gelang es ihm noch selbst, den ungebetenen Besucher aus dem Gebäude zu bringen. Erst wenig später traf die Polizei ein. Mittlerweile soll sich der Sohn von Königin Mette-Marit (53) wieder erholt haben. Dennoch habe ihn der Vorfall und das Eindringen in sein Zuhause emotional stark mitgenommen.

Polizeianwalt Erlend Hals Bakke bestätigte am Samstagabend gegenüber dem Newsportal den Einsatz: "Es stimmt, dass eine Person auf Skaugum aufgetaucht ist. Die Person wurde von der Polizei angehalten und des Ortes verwiesen." Auch der norwegische Polizeisicherheitsdienst PST äußerte sich zu dem Einsatz nahe Marius' Wohnhaus, nannte aber keine weiteren Details. Laut TV 2 ist der Mann kein Unbekannter: Der Mann soll bereits mehrfach wegen Gewaltdelikten verurteilt worden sein und wiederholt Haftstrafen verbüßt haben. Darüber hinaus sei er schon einmal gegen seinen Willen in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen worden. Wie berichtet wurde, vermutet auch die Polizei eine psychische Erkrankung des Mannes. Gegenüber der Zeitung äußerte sich zudem Alexander Greaker zu dem Vorfall: "Høiby empfand es als unangenehm und unsicher, in seinem eigenen Zuhause aufgesucht zu werden, wo er sich sicher fühlen können sollte. Ihm geht es jetzt gut, und er ist dankbar, dass die Polizei schnell vor Ort war und ihm geholfen hat." Marius' zweiter Anwalt Daniel Storrvik schwieg zu dem Geschehen. Der Königshof verwies ebenfalls an die Polizei.

Wie berichtet wird, soll der Angreifer zunächst versucht haben, sich gewaltsam Zutritt zum Haus zu verschaffen. Dazu habe er gegen die Eingangstür getreten und geschlagen, ehe er schließlich ins Gebäude gelangte und Marius einen Stoß versetzte. Das Wohnhaus des Norwegers liegt auf Skaugum, dem Anwesen der norwegischen Königsfamilie. Während des Vorfalls sollen sich auch seine Mutter Mette-Marit und sein Stiefvater König Haakon VIII. (53)auf dem Gelände aufgehalten haben. Wie der Mann trotz der besonderen Lage überhaupt auf das Anwesen und anschließend bis in Marius' Haus kommen konnte, ist nach den bisherigen Angaben weiterhin unklar. Weder die Polizei noch der PST äußerten sich bislang öffentlich zu dieser Frage. Auch dazu, ob der Vorfall für den Eindringling noch weitere Folgen haben wird, gibt es bisher keine Informationen.

Marius Borg Høiby bei der Trauerfeier für König Harald V in Oslo, 9. September 2026
Getty Images
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König Haakon VIII. und Königin Mette-Marit grüßen vom Balkon des Königspalasts in Oslo nach der Beisetzung von Harald V
Getty Images
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Marius Borg Høiby und Kronprinz Haakon beim 25-jährigen Thronjubiläum von König Harald in Trondheim, 23. Juni 2016
Imago
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