Streit mit Madonna ließ Nile Rodgers aus dem Studio stürmen

Streit mit Madonna ließ Nile Rodgers aus dem Studio stürmen

- Anita Ehlert
Lesezeit: 3 min
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Nile Rodgers (74) hat von einem ziemlich kuriosen Streit mit Madonna (68) erzählt. Im Podcast "Ruthie's Table 4" erinnerte sich der Musikproduzent jetzt an die Arbeit an ihrem Album "Like a Virgin", das 1984 erschien und in einem Studio in New York entstand. Demnach wollte ein Studioassistent zur Toilette gehen, ohne Madonna zuvor um Erlaubnis zu bitten. Die Sängerin habe wissen wollen, wohin der Mitarbeiter gehe, und darauf bestanden, dass Angestellte sie vor einem Toilettengang fragen müssten. Für den Produzenten war damit eine Grenze überschritten: "Weißt du was, Madonna, ich kündige. Du kannst Menschen nicht so behandeln. Diese Leute sind alle hier und arbeiten für dich. Sie kümmern sich alle um dich, und du kannst Menschen einfach nicht so behandeln." Anschließend machte er sich sofort auf den Weg aus dem Aufnahmestudio.

Der heute 74-Jährige wartete bereits am Aufzug und ging davon aus, dass seine Mitarbeit an dem Album endgültig beendet sei. Doch Madonna lief ihm hinterher und stellte ihm eine Frage, mit der er nicht gerechnet hatte: "Nile, bedeutet das, dass du mich nicht mehr liebst?" Wie der Produzent im Podcast "Ruthie's Table 4" erzählte, musste er darüber lachen. Die Bemerkung der Sängerin stimmte ihn offenbar um: Er kehrte ins Studio zurück und arbeitete weiter mit der Sängerin an der Platte. "Wir stellten das Album fertig. Am Ende wurde es die erfolgreichste Platte des Jahres", fasste der Musiker das versöhnliche Ende zusammen. Damit war der Konflikt zwar beigelegt, doch Reibereien kamen während der gemeinsamen Produktion anscheinend häufiger vor. Auf die Frage, ob er und die Popikone während der Zusammenarbeit gestritten hätten, gab der Chic-Mitgründer eine knappe Antwort: "Ja, ständig." Das 1984 veröffentlichte Werk mit dem Titelsong "Like a Virgin" wurde schließlich zu einem großen Erfolg.

Trotz der Reibereien hat Nile nur lobende Worte für Madonna. In "Ruthie's Table 4" bezeichnete er sie als "fantastisch" und erklärte, sie sei fokussierter gewesen als alle anderen Künstler, mit denen er gearbeitet habe. Trotz der Reibereien hat Nile nur lobende Worte für Madonna. Wenn es nötig gewesen sei, habe sie einen Song sogar 50-mal wiederholt. Die Spannungen seien vor allem entstanden, weil Madonna klarstellen wollte, dass sie als Auftraggeberin die Chefin war. Das Studioteam habe dagegen Nile als Boss betrachtet. Die beiden waren bereits befreundet, bevor die Sängerin zum Weltstar wurde. Damals holte Nile sie von ihrer Wohnung ab und fuhr mit ihr durch New York. Über sein damaliges Auto necken sie sich bis heute. Madonna behaupte nach wie vor, es sei ein Rolls-Royce gewesen. Nile widerspricht jedoch: Er habe nie einen Rolls-Royce besessen, sondern sei damals einen Chrysler gefahren.

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Nile Rodgers im Juni 2023 in London
Getty Images
Nile Rodgers im Juni 2023 in London
Madonna, Februar 2026
Instagram / madonna
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