"Chicago P.D." war für Sophia Bush die schlimmste Erfahrung

"Chicago P.D." war für Sophia Bush die schlimmste Erfahrung

- Anna Pejsek
Lesezeit: 3 min
Promiflash.de bei Google bevorzugenPromiflash.de bei Google bevorzugen

Wer immer noch auf ein Wiedersehen mit Erin Lindsay hofft, muss jetzt ganz tapfer sein: Sophia Bush (44) wird nicht zu "Chicago P.D." zurückkehren. Neun Jahre nach ihrem Ausstieg aus der Polizeiserie hat die Schauspielerin dieses Kapitel abgeschlossen, und zwar schwarz auf weiß. In ihren Memoiren "And I Will Tell You Mine: Notes From a Life in Progress" schreibt sie über die belastende Zeit bei der Polizeiserie. Das Buch ist in diesem Jahr erschienen. Im Gespräch mit Entertainment Weekly machte Sophia vor Kurzem deutlich, wie sehr sie diese Phase geprägt hat. "Mir wurde klar, dass das Wichtigste, was ich irgendjemandem anbieten konnte, die Art und Weise war, wie ich etwas für mich selbst verarbeitet habe", erklärte sie. Dabei sei es vor allem darum gegangen, wie sie dazu kam, sich einzugestehen, "wie tief diese Erfahrung ihre Spuren hinterlassen hatte – das war für mich tatsächlich die schlimmste meines Lebens".

Sophia hatte der Serie damals überraschend den Rücken gekehrt. Später deutete sie an, am Set ein toxisches Arbeitsumfeld und missbräuchliches Verhalten eines Kollegen erlebt zu haben. Seinen Namen nannte sie nicht. Bereits 2017 sprach sie im Refinery29-Podcast "UnStyled" darüber, wie sich ihr vermeintlicher Traumjob verändert hatte: "Ich muss nicht jedem die genaue Aufschlüsselung darüber geben, warum ich gegangen bin, bis ich bereit bin, das zu tun." Einen solchen Job habe sie sich schon seit ihren ersten Versuchen als Schauspielerin mit 20 Jahren gewünscht. Einige Aspekte seien durchaus "wunderbar" gewesen, betonte sie. Trotzdem stellte sie fest: "Da wurde mir klar, dass ich am Ertrinken gewesen war. Da wusste ich, wie unglücklich es mich machte, jeden Tag zur Arbeit zu gehen." Zur selben Zeit wurde bekannt, dass NBC zuvor Vorwürfe gegen ihren Serienkollegen Jason Beghe untersucht hatte. Der Darsteller von Sergeant Hank Voight soll sich unberechenbar verhalten und beleidigende Äußerungen gemacht haben. 2017 entschuldigte sich Jason öffentlich für sein verletzendes Verhalten. Er erklärte, dass er wegen seiner Wutprobleme mit einem Coach arbeite.

Zu anderen Setvorwürfen, die Sophia ebenfalls in ihren Memoiren anspricht, hielt sie konkrete Details lange bewusst für sich. Der Grund dafür waren rund 200 Teammitglieder, die sie schätzt und deren Familien finanziell von der Serie abhängen. "Es gibt 200 Menschen, die mir sehr am Herzen liegen und deren Jobs die Lebensgrundlage für ihre Familien sind. Es ist nicht meine Aufgabe, zu entscheiden, wann ich für andere Menschen spreche, die noch nicht bereit sind und es vielleicht nie sein werden", erklärte sie gegenüber Variety. Außerdem betonte sie, dass man für die Verarbeitung solcher Erlebnisse Zeit brauche: "Das ist einer der Gründe, warum es nach Wilmington so lange gedauert hat. Menschen brauchen viel Zeit, und ich denke, das ist in Ordnung. Ich finde diese Reaktion, dass Frauen nach einer gewissen Zeit nicht mehr sprechen dürfen, sehr merkwürdig." Nach ihrem Abschied aus Chicago widmete sie sich anderen Projekten. Sie übernahm die Hauptrolle in "Good Sam" und war in "Love, Victor" und Grey's Anatomy zu sehen. Außerdem stand sie für einen One Tree Hill-Rewatch-Podcast hinter dem Mikro, bevor sie ihre Erlebnisse in ihren Memoiren aufschrieb.

Sophia Bush spricht bei einer Podiumsdiskussion auf der SXSW London 2026 in der Truman Brewery
Getty Images
Sophia Bush spricht bei einer Podiumsdiskussion auf der SXSW London 2026 in der Truman Brewery
Eamonn Walker, Taylor Kinney, Jesse Spencer, Dick Wolf, Sophia Bush und Jon Seda bei der NBC-Podiumsrunde in Pasadena
Getty Images
Eamonn Walker, Taylor Kinney, Jesse Spencer, Dick Wolf, Sophia Bush und Jon Seda bei der NBC-Podiumsrunde in Pasadena
Sophia Bush bei den GLAAD Media Awards im März 2025
Getty Images
Sophia Bush bei den GLAAD Media Awards im März 2025
Wie bewertet ihr Sophia Bushs endgültige Absage an ein "Chicago P.D."-Comeback?