Sophia Bush enthüllt, wie Frauen am Set entzweit wurden

Sophia Bush enthüllt, wie Frauen am Set entzweit wurden

- Anna Pejsek
Lesezeit: 3 min
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Sophia Bush (44) übt scharfe Kritik an der TV-Branche in den frühen 2000er-Jahren. Nach ihrer Erfahrung wurden Frauen an Filmsets nicht dazu ermutigt, miteinander zu arbeiten. Im Gegenteil: Frauen wurden gezielt gegeneinander ausgespielt. Im Gespräch mit Bustle erklärt die Schauspielerin, dass sie deshalb bei ihrer Autobiografie "And I Will Tell You Mine: Notes from a Life in Progress" besonders behutsam vorgegangen sei. Vor der Veröffentlichung kontaktierte Sophia ihre früheren One Tree Hill-Kolleginnen und -Kollegen jeweils einzeln. Sie ließ ihnen bestimmte Buchseiten zukommen. Damit wollte sie vermeiden, dass innerhalb der Besetzung Gruppendruck oder neue Spannungen entstehen. Schließlich seien über viele Jahre enge Freundschaften gewachsen, die sie schützen wollte. Zwar stehen die ehemaligen Co-Stars bis heute über einen Gruppenchat in Kontakt. Für die sensiblen Gespräche über ihre Erinnerungen an die Serie erschien Sophia der direkte Austausch jedoch angemessener als eine Diskussion in der großen Runde.

Über ihre Entscheidung sagt Sophia: "Wir haben einen unglaublichen Gruppenchat, aber ich habe mich bewusst für Einzelgespräche mit jeder einzelnen Person entschieden und Seiten und andere Dinge individuell weitergegeben, weil ich nicht wollte, dass sich irgendjemand von der Gruppe beeinflusst fühlt." Dahinter stehen die Erfahrungen, die Sophia in ihrer frühen Karriere machte. Nach ihrer Auffassung habe die Unterhaltungsmaschinerie Frauen vereinnahmt, zermürbt und schließlich wieder fallen gelassen. Gleichzeitig seien ihnen öffentliche Rollenbilder zugeschrieben worden, die zwar Clickbait lieferten, aber nichts mit ihren wirklichen Persönlichkeiten zu tun gehabt hätten. Erschwerend kam hinzu, dass die Arbeitszeiten extrem und die Führung problematisch gewesen sein sollen. "Es wird dir beigebracht, zu konkurrieren, statt zusammenzuarbeiten", fasst Sophia zusammen. Die Beteiligten würden gegeneinander ausgespielt, könnten die daraus entstehenden Konflikte am Arbeitsplatz aber kaum offen ansprechen. Dadurch seien Probleme verdrängt worden, hätten weitergeschwelt und sich mit der Zeit verfestigt.

Bereits 2025 hatte Sophia Bush über ein weiteres belastendes TV-Engagement gesprochen, das auf ihren Ausstieg bei "One Tree Hill" im Jahr 2012 folgte. Welche Serie sie damit meinte, ließ sie im Podcast "Reclaiming With Monica Lewinsky" offen. Die Schauspielerin berichtete jedoch von fortlaufenden traumatischen Erfahrungen mit einer Person. Diese sei alt genug gewesen, um ihr Vater zu sein, dabei habe sie "jede Art" von Missbrauch erlebt. "Ich hatte ein anhaltendes Trauma am Arbeitsplatz, das sich um eine nicht enden wollende Situation mit jemandem drehte, der alt genug war, mein Vater zu sein. Ich dachte nur: 'Was passiert hier?'", schilderte sie. Zwei Jahre habe es gedauert, bis sie die Produktion endlich verlassen konnte. Zunächst blieb sie jedoch, weil sie weiterhin professionell arbeiten und ihre Integrität nicht vom Verhalten eines anderen Menschen beeinträchtigen lassen wollte. Sie habe sich vorgenommen, unerschütterlich zur Arbeit zu erscheinen und ihren Job zu erledigen. Letztlich sei ihr das jedoch nicht mehr möglich gewesen.

Sophia Bush bei den GLAAD Media Awards im März 2025
Getty Images
Sophia Bush bei den GLAAD Media Awards im März 2025
Der Hauptcast von "One Tree Hill"
ActionPress/Collection Christophel
Der Hauptcast von "One Tree Hill"
Ashlyn Harris und Sophia Bush im Oktober 2024
Getty Images
Ashlyn Harris und Sophia Bush im Oktober 2024
Was findet ihr an Sophias Schilderungen über die TV-Branche besonders erschreckend?