Jesper Jürgens sitzt neben seiner Gitarre – aber er spielt sie nicht. „Ihr fragt euch sicher, warum ich hier sabbel und nicht spiele“, erklärt der ehemalige The Voice of Germany-Kandidat in seinem jüngst veröffentlichten Video auf YouTube.

„Ich würde ja gerne, aber das ist ein bisschen blöd, denn auf 4000 Euro Strafe habe ich keinen Bock.“ Der aus der Castingshow ausgeschiedene Musiker und Comiczeichner erhebt einen Tag nach dem Finale heftige Vorwürfe gegen die Macher der Sendung, denn so hatte er sich seine Zukunft nicht vorgestellt. Jesper präsentiert einen 58-Seiten dicken „Knebelvertrag“, der ihn an eine ganz bestimme Plattenfirma bindet und den er sich besser hätte durchlesen sollen, wie er sagt. „Obwohl ich ausgeschieden bin, ist der Zirkus für mich nicht zu Ende. Sie können mich jahrelang an diese Leute binden und das nicht mit meinen Liedern.“

Er solle Musik machen, die ihm peinlich ist. Bei Nichteinhaltung der Paragraphen winken hohe Geldstrafen, behauptet Jesper - Problem ist allerdings, dass er jetzt schon absolut pleite ist. In der Zeit bei The Voice, die ihm anfangs wirklich gut gefallen hat und „eine tolle Erfahrung“ war, habe er nämlich kein Geld verdienen können: „Angefangen hat's cool: Super Leute kennengelernt, tolle Musiker, tolle Menschen. Dann wurde ich glatt gespült. Irgendwie wollte man mich als Typ nicht mehr.“ Schlimmster Moment in der Show sei der Auftritt mit einem Song von Mando Diao gewesen: „Dann hab ich 'Gloria' gesungen, ziemlich verkleidet, hab mich geschämt ohne Ende – für'n Hungerlohn.“ [...] Und jetzt: Die Miete ist nicht überwiesen, das Arbeitsamt will Knete von mir und ich hab Miese auf dem Konto. Super Erfahrung. Da hab ich direkt Bock, jedem zu empfehlen, da mal mitzumachen...“

Seiner Plattenfirma macht Jesper abschließend klar: „Für euch mach ich nicht meinen Mund auf. Nicht zum Singen. Vielleicht zum Kotzen“ und erhofft sich von seinen Fans, dass sie den Produzenten der Castingshow mitteilen, was sie von dem Umgang mit den Kandidaten halten. Es sind deutliche Worte des Sängers, der im Clip eine Zeichnung mit dem Titel „Lasst mich frei!“ veröffentlicht, die ihn wiederum als Künstler in Ketten vor der lebendig gewordenen Musikmaschinerie zeigt. Wir sind gespannt, welche Konsequenzen die ganze Nummer hat. Wurde es endlich mal Zeit, dass ein Casting-Teilnehmer den Mund aufmacht oder spricht hier nur ein schlechter Verlierer? Was denkt ihr?

Jesper JürgensScreenshot YouTube
Jesper Jürgens
© SAT.1/ProSieben/Richard Hübner
© SAT.1/ProSieben/Richard Hübner


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