Zuletzt musste Oscar Pistorius (28) noch seinen Geburtstag hinter Gittern verbringen. Jetzt ist der Sportler bereits einen Monat im Gefängnis. Wie es ihm dort ergeht und wie er versucht mit den fünf Jahren Haft zurechtzukommen, hat sein Bruder nun in einem Interview verraten.

Oscar Pistorius
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"Oscar verbringt 17 Stunden am Tag in seiner kleinen Zelle, darf nur eine Stunde an die frische Luft und eine weitere Stunde im Trainingsraum verbringen", berichtet Carl Pistorius der südafrikanischen Zeitung You. Außerdem genießt er keinerlei Privilegien und muss die gleichen Sanitäranlagen wie seine Mithäftlinge benutzen, zum Duschen bekommt der beinamputierte Sportler einen speziellen Stuhl. Einmal in der Woche darf er für 45 Minuten Besuch bekommen. "Er lebt von Moment zu Moment. Da gibt es nichts schönzureden", so Carl.

Oscar Pistorius
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Um sich vom harten Gefängnis-Alltag ein wenig abzulenken, versucht Oscar Pistorius nun ein Basketball-Programm für die Insassen ins Leben zu rufen. "Er hat schon Familienmitglieder gefragt, ob sie ein paar Bälle spenden würden, aber er wartet noch auf die Erlaubnis der Beamten", erzählt sein Bruder und berichtet weiter: "Er gibt Mithäftlingen auf der Krankenstation Tipps, welche Übungen sie absolvieren sollen, um schneller wieder fit zu werden." Die Hoffnung auf eine Hafterleichterung hat Familie Pistorius indessen noch nicht aufgegeben. "Wir leben in der Zuversicht, dass er einen Teil der Strafe noch als Hausarrest absitzen darf", erklärt Carl.

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