Noch ein paar Mal schlafen, dann werden bereits zum 87. Mal die Oscars in einer feierlichen Gala verliehen. In der Kategorie der "Besten Nebendarstellerin" scheint sich eine sehr spannende Entscheidung anzukündigen, denn die Ladys, die hier miteinander konkurrieren, haben wohl alle eine Leistung abgeliefert, die einen Award rechtfertigen würde. Wobei: Eine der Darstellerinnen sticht doch ein wenig heraus...

Meryl Streep
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Meryl Streep

Patricia Arquette (46) für ihre Rolle in "Boyhood"

Patricia Arquette
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Patricia Arquette

Und zwar Patricia! Unzählige Kritiker wetten darauf, dass keine Andere als sie 2015 eine Auszeichnung für ihre Darbietung in dem Langzeitprojekt "Boyhood" erhalten sollte. Den Golden Globe hat ihr die Rolle zumindest schon einmal eingebracht - ein stets untrügliches Zeichen, dass der Academy Award quasi bereits greifbar ist. Noch dazu trumpft Patricia mit einer Neuerung ihres Parts auf, die schlichtweg bemerkenswert ist: Da an der Produktion rund zwölf Jahre gedreht wurde, ist Patricia wortwörtlich vor den Augen des Publikums älter geworden und hat einen Wandel nicht nur dargestellt, sondern vollzogen. Einmalig!

Laura Dern
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Laura Dern

Emma Stone (26) für ihre Rolle in "Birdman"

Keira Knightley
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Keira Knightley

Wie Kollegin Patricia ist auch Emma dieses Jahr zum ersten Mal nominiert. Die schwarze Komödie "Birdman" zeigt Emma dabei als Tochter eines gefallenen Hollywood-Helden, die sich erst einmal von ihrer Sucht erholen muss. Ein Part, der Emma abseits von Spiderman in einem ganz neuen Licht präsentiert - und die Jury mag es, wenn ein junges Starlet noch unbekannte Facetten preisgibt. Lupita Nyong'o (31) hat es letztes Jahr bewiesen, Anne Hathaway (32) ebenso, nicht zu vergessen Jennifer Hudson (33). Emma sollte man auf jeden Fall auf dem Schirm haben! Und eine etwaige Dankesrede der Mimin dürfte im Zweifelsfall ebenfalls ziemlich lustig werden.

Laura Dern (47) für ihre Rolle in "Wild"

Die Überraschung der Kategorie! Reese Witherspoon (38) als Hauptdarstellerin des Streifens war von vielen bereits vorab als Nominierte gesetzt gewesen, Laura hingegen sorgte für Erstaunen. Viele freuten sich aber auch sehr darüber, eine Charakterdarstellerin im Wettbewerb zu wissen, die 1992 erstmals für den Streifen "Rambling Rose" im Oscar-Rennen gewesen ist. Ihre Darbietung in "Wild" beschreibt der Guardian als "warm, zärtlich und hart zugleich, strukturiert". Das einzige Manko: Man sieht Laura kaum!

Meryl Streep (65) für ihre Rolle in "Into The Woods"

Die "Queen of Academy Award"! Zum 19. Mal ist Meryl jetzt bereits nominiert - schon dreimal hat sie eine Trophäe mit nach Hause genommen. Für ihre Hexen-Darbietung werden der Ikone, die selbst vom US-Präsidenten Barack Obama (53) bedingungslos geliebt wird, relativ wenig Sieges-Chancen eingeräumt: Natürlich, sie ist brillant, weil alles, was Meryl Streep anfasst, reines Gold wird. Aber generell hält sich die Meinung, dass eine Schauspielerin dieses Formates in "Into The Woods" maximal eine Aufgabe erfüllt, die sie aufgrund ihres Könnens ohnehin problemlos meistern muss. Doch so oder so gilt: An Welt-Star Meryl müssen die jungen Kolleginnen erst einmal vorbeikommen!

Keira Knightley (29) für ihre Rolle in "The Imitation Game"

Keira Knightley, stets glamourös, stets britisch korrekt! An der Seite von Benedict Cumberbatch (38) spielt die Beauty auf, wie selten zuvor. Bereits 2006 hatte Keira ihre erste Oscar-Nominierung für die Verfilmung des Jane Austen-Klassikers "Stolz und Vorurteil" erhalten, leider hat es damals nicht geklappt. Ob mit "The Imitation Game" der große Sieg nun endlich kommt? Die Rolle der Joan Clarke hat Keira zumindest die Möglichkeit gegeben, einen nuancierten Charakter darzustellen. Vielleicht hat es die Jury ja überzeugt, biografische Rollen kommen immer gut an.