Je mehr Details über Bill Cosbys (78) Vergangenheit ans Tageslicht kommen, desto erschreckender wird es. Nach und nach wird aufgedröselt, was für ein Leben der einstige Vorzeige-Star eigentlich geführt hat. Das 1000-seitige Schock-Protokoll eines zehn Jahre alten Verhörs, das die New York Times nun veröffentlichte, macht deutlich, wie bizarr es im Leben des ehemaligen TV-Stars zuging. Unter dem Pseudonym "Seymour Rapaport" reiste er quer durchs Land, um sich hinter dem Rücken seiner Ehefrau und der gesamten Öffentlichkeit seine Fantasien zu erfüllen.

Bill Cosby
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Oftmals mithilfe von starken Beruhigungsmitteln machte er die Frauen gefügig. Was besonders überraschend ist: Bill Cosby sei es in vielen Fällen gar nicht um Sex gegangen, vielmehr ging es ihm darum, seine Spielchen mit den Frauen zu spielen. Zudem hat er eine Vorliebe für Jogginghosen, die einem Fetisch gleichkommen soll. Er besitzt angeblich rund 100 Stück.

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Er sieht sich selbst als Frauenversteher, gab den Damen das Gefühl zuzuhören und sich ernsthaft für sie zu interessieren. Einer Frau gaukelte er vor, sich für den Krebstod ihres Vaters zu interessieren, um eine emotionale Verbindung zu schaffen. Er sah sich selbst als "Mentor" der meist jüngeren Frauen und lud seine Opfer oft zu sich nach Hause ein, um eine "persönliche Situation" zu erschaffen. Seine Vorgehensweise scheint immer wieder nach einem festen Muster abgelaufen zu sein. Was klar wird: Cosby hat dennoch ein positives Selbstbild von sich, das aktuell wohl keiner nachvollziehen kann.

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S Fernandez / Splash News
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