Ist das "Sommermärchen" nur eine dicke Lüge? Angeblich sollen Stimmen für den Zuschlag der Fußballweltmeisterschaft gekauft worden sein, der Deutsche Fußball Bund muss sich schlimmen Vorwürfen stellen. Nun äußert sich endlich Franz Beckenbauer (70) zu den Anschuldigungen, der durch seinen damaligen Posten im Fokus der Anschuldigungen steht.

Sepp Blatter und Franz Beckenbauer
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Sepp Blatter und Franz Beckenbauer

Die WM 2006 ist für die Deutschen "das Sommermärchen". Obwohl die Nationalmannschaft damals nur dritter wurde, war dieses Turnier ein Meilenstein in der Fußball-Geschichte - für Fans und Spieler! Diese noch immer anhaltende Euphorie wird jetzt jedoch schwer getrübt, der Spiegel erhebt schwere Vorwürfe gegen das Organisationskomitee um Fußball-Legende Franz Beckenbauer, der zu dieser Zeit als Präsident dieses Komitees tätig war. Der Weltmeister von 1974 muss nun den Vorwurf über sich ergehen lassen, dass er über eine Schwarzkasse die wichtigen Stimmen für den Zuschlag der WM 2006 bei der FIFA gekauft habe - für satte 6,7 Millionen Euro. Lange schwieg der Ex-Kicker, jetzt wehrt er sich in einem knappen Statement gegen die schweren Anschuldigungen: "Es wurden keine Stimmen gekauft, um den Zuschlag für die Fußballweltmeisterschaft 2006 zu bekommen."

Franz Beckenbauer und Wolfgang Niersbach
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Franz Beckenbauer und Wolfgang Niersbach

Bereits in der letzten Woche äußerte sich DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (64) zu dieser Affäre, er bestreitet ebenfalls den Wahrheitsgehalt dieser Offenlegung. In einer externen Untersuchungskommission untersucht der DFB jetzt die schweren Vorwürfe. Ein weiterer, trauriger Höhepunkt der Korruption im Fußball.

Franz Beckenbauer
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