So gelangte Charlie Puth an seinen Super-Bowl-Auftritt

So gelangte Charlie Puth an seinen Super-Bowl-Auftritt

- Nurin Khalil
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Charlie Puth (34) hat sich seinen großen Moment beim Super Bowl 2026 nicht einfach zuschieben lassen, sondern aktiv erkämpft – mit einer selbst aufgenommenen Demo. Der Sänger erzählte im Gespräch mit dem Magazin Rolling Stone, dass er schon immer die US-Nationalhymne beim größten Football-Event der Welt singen wollte und deshalb auf eigene Faust ein Bewerbungspaket schnürte. Nur begleitet von einem Rhodes-Piano nahm Charlie seine Version von "The Star-Spangled Banner" auf und schickte sie direkt an Roc Nation, die Produktionsfirma hinter der Super-Bowl-Show. Dort soll Jay-Z (56) die Aufnahme so gefeiert haben, dass sie bis zu NFL-Boss Roger Goodell weitergereicht wurde – mit dem Ergebnis, dass Charlie im Februar im Stadion vor einem Millionenpublikum die Hymne anstimmen darf.

Der Musiker spricht offen darüber, wie sehr ihn der legendäre Auftritt von Whitney Houston (†48) im Jahr 1991 beschäftigt. Sie sei für ihn der Maßstab, betonte er im Interview, auch weil sie wie er aus New Jersey stammt: "Ich werde mich von dem, was Whitney geleistet hat, inspirieren lassen, aber ich werde niemals das erreichen, was sie erreicht hat," verriet er People Magazine. Nun will er seine eigene Note setzen: Er schwärmt von der Nationalhymne als bestem Song, spricht von der enormen stimmlichen Spannweite – von einem tiefen D bis hoch zu einem sehr hohen A – und nennt sie das schwierigste Musikstück aller Zeiten. Genau diese Herausforderung reizt ihn: Er sieht den Auftritt als Chance zu zeigen, dass man ihn als eigenständigen Sänger mit großer Stimme wahrnimmt.

Im Netz hat Charlie in den vergangenen Wochen durchaus Gegenwind gespürt, vor allem von Nutzerinnen und Nutzern, die ihm im Vergleich zu seinen großen Vorbildern wenig zutrauen. Der Popstar reagierte darauf nicht mit Rückzug, sondern mit Ankündigungen: Er arbeite an einem besonderen Arrangement in D-Dur und wolle eine seiner stärksten gesanglichen Leistungen abliefern. Wer ihm online folgt, kennt seine akribische Art, über Harmonien, Tonarten und Songstrukturen zu sprechen – häufig erklärt er auf Social Media an Whiteboards oder im Studio, warum ihn bestimmte Melodien so faszinieren. Dass er nun ausgerechnet mit der Nationalhymne einen seiner emotionalsten und technisch anspruchsvollsten Auftritte plant, passt für viele seiner Fans zu dem Bild eines Künstlers, der Musik nicht nur performt, sondern bis ins Detail auseinander nimmt.

Sänger Charlie Puth
Getty Images
Sänger Charlie Puth
Charlie Puth und Brooke Sansone
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Charlie Puth und Brooke Sansone
Charlie Puth, Dezember 2022
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Charlie Puth, Dezember 2022
Traust du Charlie eine Hymnen-Performance zu, die das Stadion umhaut?