Das gab es vorher noch nie: Prinzessin Cristina von Spanien (50) ist das erste Mitglied des spanischen Königshauses, das sich nun vor Gericht verantworten muss. Bislang musste die Tochter von König Juan Carlos (78) nur gegen ihren Ehemann aussagen, dem die Unterschlagung von Steuergeldern in Millionenhöhe vorgeworfen wurde. Nun begann der Korruptionsprozess gegen die Prinzessin und ihren Mann Inaki Urdangarin in Palma de Mallorca.

Cristina von Spanien
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Neben Prinzessin Cristina und ihrem Mann befinden sich noch 16 weitere Personen auf der Anklagebank, so Dana Press. Der Prinzessin wird vorgeworfen, dass sie ihrem Mann Beihilfe beim Steuerbetrug geleistet habe. Sie gab gegenüber dem Untersuchungsrichter an, dass sie nur mit ihrem Namen für die Geschäfte gestanden habe, aber nicht involviert war. Cristina wäre nicht bekannt gewesen, was ihr Mann vorhatte.

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Momentan sieht es aber gut für die spanische Prinzessin aus. Die Staatsanwaltschaft möchte auf eine Verurteilung verzichten und auch das betroffene Finanzamt will offenbar nicht klagen. Ihre Anwälte verhandeln nun über die Einstellung des Verfahrens. Cristinas Vernehmung ist erst für Februar angesetzt. Bis dahin hat das Gericht die Möglichkeit über die Optionen nachzudenken. Für ihren Mann Inaki wird der Prozess allerdings nicht so glimpflich ausgehen, denn ihn erwartet eine lange Gefängnisstrafe von etwa 19,5 Jahren.

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