Hat er wirklich Selbstmord begangen? In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde der ehemalige Football-Profi Lawrence Phillips (40) tot in seiner Zelle aufgefunden. Der Ex-NFL-Star war wegen Mordes angeklagt, die Ermittlungen gehen nun in Richtung Suizid. Doch seine Angehörigen schließen diese Möglichkeit kategorisch aus - und erheben schwere Vorwürfe gegen das Gefängnis, in dem Phillips einsaß.

Lawrence Phillips
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So erklärte Tonissa Murdock, die im Kern Valley State Gefängnis als die nächste Angehörige des Verstorbenen registriert war, gegenüber TMZ Sports: "Ich kenne ihn gut genug, um zu wissen, dass er niemals Selbstmord begangen hätte." Während der Weihnachtsfeiertage hätten die beiden noch miteinander gesprochen, Lawrence Phillips sei dabei sehr positiv eingestellt gewesen und habe voller Zuversicht in die Zukunft geschaut.

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Nun stehen seine Angehörigen vor vielen offenen Fragen - und sehen sich von der Gefängnisleitung im Stich gelassen. "Ich habe die Rechtsmedizinerin nach Informationen über seinen Körper gebeten, aber sie war gar nicht hilfsbereit", so Murdock. Man habe sie zwar darüber in Kenntnis gesetzt, dass Phillips eine Nachricht hinterlassen habe, aber um was für eine Nachricht es sich handelt, habe man ihr nicht mitgeteilt.

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Und nicht nur das: Murdock sei erst um 07:15 Uhr morgens über den Tod Phillips' informiert worden, also Stunden, nachdem er leblos aufgefunden worden war. So konnte sie nicht mehr an seiner Seite sein, bevor in der Klinik sein Tod festgestellt wurde. Auch sei sie diejenige gewesen, die seine Mutter über sein Ableben aufklären musste.

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Die Gefängnisleitung hingegen gab unterdessen an, Phillips Todesumstände am Freitag detaillierter zu untersuchen. Wie genau er starb, darüber gab es bislang keine Auskunft.