Es war die Schockmeldung vom Samstag: Bei einem Stierkampffestival im spanischen Teruel wurde der 29-jährige Torero Víctor Barrio von einem über 500 Kilogramm schweren Bullen attackiert und mit dem Horn durchbohrt. Der junge Mann starb später an seinen Verletzungen im Krankenhaus. Nun hat sich seine hinterbliebene Ehefrau zu Wort gemeldet.

Victor Barrio
Alberto Simon / DYDPPA / REX / ActionPress
Victor Barrio

Raquel Sanz Lobo saß mit hunderten anderer Menschen im Publikum und musste sich das Schreckensszenario mit ansehen. Das Paar hatte erst vor eineinhalb Jahren geheiratet. Die junge Frau brach noch an Ort und Stelle zusammen und musste von Sanitätern behandelt werden, berichtet die Bild. Über Twitter verlieh sie nun erstmals öffentlich ihrer Trauer Ausdruck: "Vielen Dank an alle. Ich kann euch nicht antworten, ich habe keine Worte. Mein Leben ist vorbei, ich habe keine Kraft, aber große Dankbarkeit."

Víctor Barrio, Stierkämpfer
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Víctor Barrio, Stierkämpfer

Der Tod von Víctor hat auch die heftige Diskussion um die Grausamkeit der Stierkämpfe und die Quälerei der Tiere wieder angestoßen. Wie eine Promiflash-Umfrage ergab, stehen auch die Leser dem Traditionssport sehr kritisch gegenüber. 2.504 von 2.553 Teilnehmer sind der Meinung, dass man das verbieten solle, da es zu grausam sei - das entspricht wahnsinnigen 98,1 Prozent. Demgegenüber finden nur 49 Befragte (1,9 Prozent), dass die Tradition gewahrt werden müsse und man die Kämpfe nicht verbieten solle.

Der verstorbene Torero Victor Barrio
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Der verstorbene Torero Victor Barrio