Mordverdacht: "Ninja Warrior"-Star legt Teilgeständnis ab
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Mordverdacht: "Ninja Warrior"-Star legt Teilgeständnis ab

- Carina Bukenberger
Lesezeit: 2 min

Er war der athletische Polizist, der bei "Ninja Warrior Austria" die Herzen der Zuschauerinnen höher schlagen ließ – jetzt steht er im Zentrum eines erschütternden Kriminalfalls: Manuel M., bisher für die österreichische Spezialeinheit Cobra tätig, legte nach tagelanger Ungewissheit nun ein folgenschweres Teilgeständnis im Vermisstenfall der 34-jährigen Johanna G. ab. Der Elitebeamte führte die Ermittler laut oe24 am Dienstagnachmittag persönlich zu einem Waldstück, wo er die Leiche der Steirerin vergraben hatte. Im Zuge dessen gestand er, die Frau, mit der er eine Affäre pflegte, während des Geschlechtsverkehrs versehentlich mit einem Schal erwürgt zu haben. Während der 30-Jährige die Tötung als Unfall darstellt, bleibt der exakte Tathergang Gegenstand laufender Ermittlungen. Da zudem eine mögliche Schwangerschaft der Fitnesstrainerin im Raum steht, wird die Obduktion nun entscheidende Details über die hintergründigen Todesumstände und Motive klären.

Die polizeilichen Ermittlungen begannen unmittelbar nach der Vermisstenanzeige durch die Mutter der Verstorbenen am 10. Januar. Zunächst suchten Beamte die Wohnung von Johanna über eine Leiter ab, fanden jedoch keinerlei Hinweise auf ein Gewaltverbrechen. Manuel geriet schließlich nach der Überprüfung von Johannas Chatverläufen rasch in den Fokus und verwickelte sich bereits in ersten Vernehmungen in massive Widersprüche. Während er behauptete, die Frau seit Dezember nicht mehr gesehen zu haben, belegten sichergestellte Chats der Toten mit einer Freundin das Gegenteil. Diese Lüge führte bereits am Sonntag zu seiner vorläufigen Festnahme. Um Spuren zu verwischen, hatte der Verdächtige zudem das Mobiltelefon des Opfers während der Fahrt aus dem Fenster geworfen. Trotz intensiver Standortabfragen blieb das Gerät verschwunden, was die Beamten zwang, sämtliche Fahrtrouten des Tatverdächtigen akribisch abzusuchen.

Der Fall nimmt durch die kriminelle Vorgeschichte des nun in der Justizanstalt einsitzenden Beamten eine zusätzliche Dimension an. Bei einer Hausdurchsuchung stießen die Ermittler nicht nur auf zwei Waffen, sondern auch auf ein Trainingsgerät, das als gestohlen gemeldet war. Staatsanwalt Christian Kroschl prüft derzeit die Glaubwürdigkeit von Manuels Teilgeständnis, da er den Ablageort erst nach massivem Ermittlungsdruck preisgegeben haben soll. Während der Jurist den Angehörigen sein tiefstes Mitgefühl aussprach, erschüttert die Tat das Vertrauen der österreichischen Bevölkerung in die Eliteeinheit. Die Spurensicherung konzentriert sich nun darauf, ob die Version der unabsichtlichen Tötung durch Erwürgen haltbar ist oder ob ein vorsätzliches Tötungsdelikt vorliegt. Trotz der offenbar großen Beweislast und der sichergestellten illegalen Gegenstände gilt für den Polizisten Manuel bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung weiterhin die Unschuldsvermutung.

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